| 14:18 Uhr

Fußball-Regionalliga
Der Aufwärtstrend der SV Elversberg hält weiter an

 Die Elversberger versammeln sich um ihren Torschützen Manuel Feil (Dritter von links) herum. Die Partie gegen Hoffenheim II endete mit 1:0.
Die Elversberger versammeln sich um ihren Torschützen Manuel Feil (Dritter von links) herum. Die Partie gegen Hoffenheim II endete mit 1:0. FOTO: Thomas Wieck
Elversberg. Der Fußball-Regionalligist gewinnt sein Heimspiel gegen Hoffenheim II mit 1:0 und vergibt dabei viele Torchancen. Von Heiko Lehmann

Es läuft die 29. Spielminute vor 773 Zuschauern im Wald­stadion an der Kaiserlinde. Die SV Elversberg dominiert ihr Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim II, lässt aber immer wieder Torchancen aus. Dann kommt Linksaußen Sinan Tekerci in der Nähe des Hoffenheimer Strafraums an den Ball, umspielt seinen Gegenspieler und wird anschließend von TSG-Spieler David Otto zu Fall gebracht. Schiedsrichter Cristian Ballweg zeigt sofort auf den Elfmeterpunkt, die Proteste der Gäste halten sich in Grenzen.


„Er hat mich klar getroffen“, sagt Tekerci. Der 25-jährige Flügelflitzer ist zurzeit fast nur mit Fouls zu stoppen. In der vergangenen Woche in Ulm bekam Tekerci richtig auf die Socken, zog sich einen Kapselriss im Sprunggelenk zu. „Ich werde schon immer so oft gefoult. Das war in der Jugend nicht anders. Der Kapselriss tut nur weh, mehr kann da aber nicht passieren“, sagt Tekerci.

Während der Deutsch-Türke über die linke Seite marschiert, kommt Manuel Feil über rechts. Der 24-Jährige erzielte unter Trainer Roland Seitz gerade einmal ein Tor in 15 Spielen und blüht unter dem neuen Trainer Horst Steffen richtig auf. Gegen Hoffenheim verwandelte Feil den fälligen Elfmeter zum 1:0-Siegtreffer (29.). Es war bereits das vierte Feil-Tor in der Steffen-Ära.



„Die ganze Mannschaft spielt viel besser als noch vor der Winterpause. Wir kommen jetzt mehr über das Kurzpassspiel“, sagt Feil. Dieses führt dazu, dass die SVE bereits vor der Pause viele klare Torchancen hat, die jedoch allesamt versemmelt werden. Der Höhepunkt der Ladehemmung war in der 40. Minute. Stürmer Israel Suero läuft aus 20 Metern alleine auf das Hoffenheimer Tor zu. Kollege Kevin Koffi ist direkt neben ihm und nimmt ihm den Ball ab. Suero will den Ball wieder haben, und plötzlich kommen beide ins Straucheln und stürzten. Hoffenheims Torhüter Sebastian Gessl bedankt sich, und Horst Steffen tobt an der Seitenlinie. „So etwas geht natürlich nicht. Ich muss mir die Szene noch einmal angucken und dann mit den beiden ein Wörtchen reden“, sagt der SVE-Trainer.

Die Hoffenheimer sind in der ersten Halbzeit chancenlos und kassieren in der 54. Minute einen Platzverweis. Andreas Ludwig sieht nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot, und von da an sind die Gäste kaum noch in der Spielhälfte der SVE. Musste man vor der Winterpause bei knappen Führungen der SVE noch regelmäßig zittern, so ist das Spiel der SVE mittlerweile extrem sicher geworden. Am Samstag fehlen nur die Tore.

„Diese Niederlage geht absolut in Ordnung . Wir hatten viel Glück, dass es nur 1:0 ausgegangen ist“, sagt Hoffenheims Trainer Marco Wildersinn. Auch im zweiten Abschnitt vergeben Koffi, Suero, Tekerci und Co. eine Vielzahl an sehr guten Möglichkeiten, was aber nicht ins Gewicht fällt, da die SVE-Abwehr überhaupt nichts zulässt.

Neben der Torschuss-Panik gibt es noch zwei schlechte Nachrichten für die SVE. Feil wird mit Adduktorenproblemen ausgewechselt. Sein Einsatz am kommenden Samstag (14 Uhr) beim SC Hessen Dreieich ist gefährdet. Definitiv nicht dabei ist Mittelfeldspieler Patryk Dragon, der gegen Hoffenheim die fünfte Gelbe Karte sieht. Tekerci und Lukas Kohler bestätigen nach dem Spiel, dass sie mit der SVE in Gesprächen für eine Vertragsverlängerung sind. Kapitän Leo Grech sagt, dass es bei ihm noch keine Verhandlungen gibt.