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Der 1. FCS dominiert Schalke

Der 1. FCS dominiert Schalke

Saarbrücken. Fast ausschließlich lachende Gesichter gab es am Sonntag im Training beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken. Nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg beim FC Schalke 04 II am Samstag beträgt der Vorsprung des FCS auf die Mannschaften im Abstiegskampf bereits neun Zähler, der Rückstand auf Spitzenreiter SF Lotte nur noch zwei Punkte

Saarbrücken. Fast ausschließlich lachende Gesichter gab es am Sonntag im Training beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken. Nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg beim FC Schalke 04 II am Samstag beträgt der Vorsprung des FCS auf die Mannschaften im Abstiegskampf bereits neun Zähler, der Rückstand auf Spitzenreiter SF Lotte nur noch zwei Punkte. Gelegenheit für Trainer Dieter Ferner (Foto: SZ) die Saisonziele neu zu formulieren. "Ich muss da was zurücknehmen", so der 60-Jährige ernst, "ich glaube nicht mehr, dass 40 Punkte zum Klassenverbleib reichen werden. Ich denke erst mit 42 Zählern ist man auf der sicheren Seite." Titelrennen? Aufstieg? Diese Fragen sind rund ums Sportfeld tabu. "Es gibt solche Phasen im Fußball, die kann man nicht erklären. Man nennt das wohl einen Lauf", so Ferner weiter, "den wollen wir so lange wie möglich halten. Aber allen muss klar sein, dass ein Rückschlag kommt."

Der hätte am Samstag in der Mondpalast-Arena in Herne schon kommen können. Nach knapp einer Viertelstunde lenkte Enver Marina, der den Vorzug im Tor vor Michael Müller bekommen hatte, einen Schuss von Massih Wassey gerade noch an die Latte. "Ich war so glücklich, endlich wieder spielen zu können", erklärt Marina, der am 15. November 2008 beim 2:0 über den FC Homburg sein letztes Spiel in der ersten Mannschaft der Blau-Schwarzen bestritt. Dass die Leidenszeit des Albaners auf Schalke zu Ende ging, kam auch für ihn persönlich überraschend: "Der Trainer hat erst in der Besprechung kurz vor der Partie gesagt, wer spielen wird." Gegen Müller hätten die Trainingseindrücke der vergangenen Woche gesprochen, begründete Ferner den Wechsel. "Es tut mir Leid für ihn. Michael ist ein guter Junge und hat bislang gut gehalten", lobt der 31-jährige Marina seinen zwölf Jahre jüngeren Konkurrenten.

Auf Grund der Gelb-Sperre von Michael Petry spielte Velimir Grgic gegen Schalke als einzige Spitze. Das Toreschießen übernahmen aber die Mittelfeldspieler. Nico Zimmermann nutzte einen Fehler der Schalker Verteidigung zur Führung (19.). Manuel Zeitz sorgte in der 75. mit einem Schuss Marke "Tor des Monats" aus 25 Metern in den Winkel für die Entscheidung. "Es war eine kraftzehrende Partie auf tiefem Geläuf", sagt Nico Weißmann schon im Hinblick auf das Saarlandpokalspiel in Furpach am kommenden Dienstag, um 18.30 Uhr, "für unsere Gegner ist das immer eine tolle Sache, für uns ist es schon eine zusätzliche Belastung", so Weißmann. "Es gibt solche Phasen im Fußball, die kann man nicht erklären. Man nennt das wohl einen Lauf."

Dieter Ferner