Der 1. FC Saarbrücken spielt in Vorbereitung bei der Spvgg. Quierschied

Spvgg. Quierschied : Zum Auftakt geht’s wieder gegen den FCS

Am Montag ist Fußball-Saarlandligist Spvgg. Quierschied in die Saisonvorbereitung gestartet – mit dem neuen Trainer Robin Vogtland und mit sieben Neuzugängen. Im ersten Testspiel ist traditionell der 1. FC Saarbrücken zu Gast.

Es ist schon eine kleine Tradition geworden: Auch in diesem Jahr bestreitet die Spvgg. Quierschied ihr erstes Testspiel gegen den 1. FC Saarbrücken. An diesem Freitag, 21. Juni, ist der Fußball-Regionalligist um 18.30 Uhr beim Saarlandligisten zu Gast. Vier Tage zuvor ist die Sportvereinigung (Spvgg.) an diesem Montag mit einem neuen Trainer sowie sieben Neuzugängen in die Vorbereitung gestartet. Robin Vogtland löst Übungsleiter Patrick Bauer ab, der sich auf seine Aufgabe als Videoanalyst beim Deutschen Fußball-Bund konzentriert (wir berichteten).

Der neue Trainer wählte aus mehreren Gründen einen frühen Trainingsstart, der nur elf Tage nach seinem letzten Spiel mit seinem ehemaligen Verein liegt. Der wichtigste? „Die Saison geht bereits Ende Juli los. Deshalb will ich dafür sorgen, dass auch Spieler, die im Schichtdienst arbeiten, und Akteure, die in den Ferien in Urlaub fahren, genügend Trainingseinheiten bekommen“, erklärt Vogtland, der vom Ligakonkurrenten SF Köllerbach kommt. Der 29-Jährige freut sich nach drei Jahren als Cheftrainer in Köllerbach auf die neue Aufgabe. „Quierschied hat ein tolles Publikum und die vielen Zuschauer wollen wir mitreißen“, sagt Vogtland: „Darüber hinaus ist mein Ziel, die Mannschaft zu stabilisieren, um nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu bekommen.“

Das gelang der Spvgg. Quierschied in der vergangenen Spielzeit nicht. Zwischen dem elften und dem 17. Spieltag stand sie auf einem Abstiegsplatz. Mit einem Zwischenspurt konnte sich der Club bis zum Saisonende aber auf Rang verbessern. Dass die Quierschieder nach dem sensationellen sechsten Platz in der Spielzeit zuvor dieses Mal weiter hinten landeten, lag auch an großem Verletzungspech. Und in der Vorbereitung auf die neue Saison sind noch nicht alle Mann an Bord. Die Mittelfeldspieler Lukas Mittermüller und Patrick Nickels fehlen nach Leisten-Operationen. Gleiches gilt für Torhüter Fabian Gessner und Mittelfeldakteur Lukas Grünbeck. Gessner zog sich bei der 0:3-Niederlage in Köllerbach am letzten Spieltag einen Kreuzbandanriss zuzog. Grünbeck erwischte es eine Woche zuvor mit einem Schien- und Wadenbeinbruch.

Entscheidend, wie gut die kommende Spielzeit für die Spvgg. Quierschied wird, könnte auch die Frage sein, wie ein schwerwiegender Abgang kompensiert wird: Abwehrchef Johannes Britz hat sich dem Ligakonkurrenten SV Auersmacher angeschlossen. Seine Rolle könnte Samuel Ikas übernehmen. Der Defensivakteur kommt von Verbandsligist SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim. Er hat beim SV Bübingen viel Erfahrung in der Saarlandliga gesammelt. „Ich traue ihm zu, dass er Johannes Britz ersetzen kann“, sagt Vogtland. Auch Jonas Uhlhorn, der Kapitän des Verbandsligisten FSV Jägersburg II war, könnte eine wichtige Rolle in der Viererkette übernehmen.

Fast alle sieben bislang feststehenden Neuzugänge sind auf mehreren Positionen einsetzbar. „Das war mir wichtig, damit ich auch im Spielsystem variieren kann“, erklärt Vogtland. Steven Kuntz, der von Ligakonkurrent FSG Ottweiler-Steinbach zur Spvgg. Quierschied kommt, kann mehrere Rollen im Mittelfeld übernehmen und auch als Außenverteidiger eingesetzt werden. Marius Schwartz vom SV Rohrbach kann die rechte Außenbahn beackern oder im zentralen Mittelfeld auflaufen. Auf beiden Außenbahnen ist Lars Weinmann, der vom Lokalrivalen FV Fischbach kommt, zu Hause. Eric Schön von der SG Schiffweiler-Landsweiler/Reden kann auf der Seite oder im zentralen Mittelfeld eingesetzt werden. Rückkehrer Marc Maurer vom SV Holz-Wahlschied fühlt sich im defensiven Mittelfeld am wohlsten.

Ganz abgeschlossen sind die Personalplanungen noch nicht: Die Spvgg. Quierschied sucht noch einen Stürmer. Denn mit Marcel Jung ist der mit elf Saisontreffern zweitbeste Torschütze zum Oberligisten FC Hertha Wiesbach gewechselt. Julian Fernsner hat zwölf Saisontore für die Quierschieder erzielt.

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