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| 20:03 Uhr

Dem deutschen Badminton steht ein Umbruch bevor

Rio de Janeiro. So hatten sich das die deutschen Badminton-Spieler nicht vorgestellt. Keiner überstand die Olympia-Vorrunde, auch Marc Zwiebler nicht, der seinen Setzplatz nicht nutzen konnte. Nun steht die Sportart vor einer Zäsur. dpa/mwe

Die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro sind für die deutschen Badmintonspieler schon nach der Vorrunde vorbei - und es kündigt sich ein großer Schnitt an. Mehrere der sieben Rio-Starter werden in Kürze ihre Karriere in der Nationalmannschaft beenden. Dazu gehören auch Michael Fuchs und Johannes Schöttler vom 1. BC Bischmisheim . Fuchs, der Kapitän des BCB, tritt ab Oktober die neu geschaffene Stelle des Sportdirektors beim Schweizer Badmintonverband an. "Die Bitburger Open und die German Open werde ich auf jeden Fall noch spielen", sagte der 34-Jährige nach dem Vorrunden-Aus im Doppel mit Schöttler und im Mixed mit Birgit Michels (BC Beuel), die ebenfalls demnächst aus der Nationalmannschaft zurücktreten wird. Gute Nachricht für die saarländischen Badminton-Fans und für Bundesliga-Meister Bischmisheim. "Dem BCB bleibe ich auf jeden Fall erhalten", sagte Fuchs am Wochenende.

Vereinskollege Marc Zwiebler wird auch im Nationalteam weitermachen - schließlich ist der 32 Jahre alte Einzelspezialist deutschlandweit ohne Konkurrenz. Aber Zwiebler wird das frühe Aus in Rio erst einmal verdauen müssen. Seine überraschende Niederlage gegen den Iren Scott Evans kostete ihn den Achtelfinal-Einzug. Da half der 21:12, 21:12-Sieg im zweiten Gruppenspiel gegen den Brasilianer Ygor Coelho auch nichts mehr. "Ich habe es vergeigt", sagte Zwiebler enttäuscht. "Es ist schwer, sich nach so einer Niederlage im ersten Spiel noch zu konzentrieren. Ich war sehr frustriert, aber es gebietet der Anstand, das Turnier mit dem nötigen Respekt zu Ende zu spielen." Bundestrainer Holger Hasse sagte: "Wir haben unsere hoch gesteckten Ziele nicht erreicht, wir sind enttäuscht."

Wo Zwiebler künftig trainieren wird, ist allerdings unklar. Nach Informationen der Saarbrücker Zeitung sollen die Trainingsstützpunkte des Deutschen Badmintonverbandes (DBV) in Mülheim und Saarbrücken neu strukturiert werden. Bislang waren die Damen in Mülheim und die Herren in Saarbrücken untergebracht. Künftig sollen offenbar Herren- und Dameneinzel in Mülheim zusammengezogen und in Saarbrücken alle drei Doppel-Disziplinen trainiert werden. Das würde bedeuten, dass Zwiebler, dessen Lebensmittelpunkt seit gut zehn Jahren im Saarland ist, nach Mülheim umziehen müsste.

Auch auf der Führungsebene steht beim DBV ein Umbruch an. Anfang 2017 wird Chef-Bundestrainer Holger Hasse von Detlef Poste abgelöst. Ex-Nationalspieler Poste war bereits von 2005 und 2008 Cheftrainer der deutschen Nationalmannschaft. Der 50-Jährige soll auch andere Aufgaben erhalten. "Er wird nicht mehr in der Halle stehen, dafür haben wir die Disziplin-Bundestrainer", sagte Dietrich Heppner, der Vizepräsident Leistungssport des DBV. Auch im weiteren Trainerteam wird es mehrere personelle Wechsel geben. Zudem wird eine neu eingerichtete Stelle als Bundestrainer Lehrer- und Ausbildung besetzt.