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Decker hofft auf Sieg zum Geburtstag

Decker hofft auf Sieg zum Geburtstag

An diesem Samstag feiert das Köllerbacher Eigengewächs Dennis Decker seinen 21. Geburtstag. Die Bundesliga-Kämpfe mit dem KSV genießt Decker – und steckt sich hohe individuelle Ziele für die kommenden Jahre.

Im vorletzten Heimkampf der Saison trifft der KSV Köllerbach in der Ringer-Bundesliga an diesem Samstag um 19.30 Uhr auf den Spitzenreiter KSV Aalen. Die Kyllberghalle wird kochen, wenn Dennis Decker als erster Athlet auf die Matte gehen wird. Der Auszubildende zum Metallbauer ist nicht nur ein Eigengewächs, dem die Sympathien gelten, er feiert an diesem Tag seinen 21. Geburtstag. "Natürlich ist das was Besonderes", sagt Decker: "Aber das gilt für jeden Kampf, den ich in der Bundesliga bestreiten darf. Ich freue mich immer wieder darauf, gerade zuhause auf dem Kyllberg. Ringen ist mein Leben."

Es ist bereits Deckers vierte Saison im Bundesliga-Kader. Angefangen hat er allerdings mit einer anderen Kampfsportart. "Mit sechs war ich im Karate, bis mein jüngerer Bruder mich zum Ringen mitgenommen hat. Ich habe gleich gemerkt: Das ist es. Danach hab ich den Ringerkindergarten mit Martin Albert und Markus Seimetz durchlaufen."

Mit etwa zwölf Jahren wechselte Decker vom Freistil in die griechisch-römische Technik. "Durch seine körperliche Konstitution und seine Art zu ringen, war der Weg eigentlich vorgezeichnet", sagt Thomas Geid , der Mannschaftsverantwortliche des KSV: "Er ist in diesem Jahr ganz nah an die Spitzenathleten rangekommen. Er kann sie teilweise noch nicht besiegen, aber er ist dicht dran. Er muss sich taktisch noch verbessern, ist in der ersten Runde oft noch zu naiv."

Wie vergangene Woche, als Decker gegen den Schifferstädter Nedyalko Petrov erst klar hinten lag, kurz vor Schluss aber den Ausgleich schaffte und damit einen Punkt für die Mannschaftswertung sicherte. "Es macht auch mir als Trainer Spaß, seine Entwicklung zu begleiten", sagt Geid und lobt seinen Schützling: "Dennis ist ein sehr fleißiger und disziplinierter Junge."

Zur Disziplin gehört in der Klasse bis 57 Kilo auch das "Gewichtmachen" - also das Abtrainieren vom eigentlichen Körpergewicht zum Kampfgewicht. "Das fällt mir Gott sei Dank leicht", sagt Decker: "Ich esse dann abends überhaupt nichts mehr. Und auch auf der Arbeit versuche ich, möglichst wenig zu essen und zu trinken." Die Ziele von Decker sind klar: Im Januar will er seine Lehre abschließen, anschließend zur Fachoberschule und danach zur Polizei . "Dann kann ich mich noch mehr auf den Sport konzentrieren", sagt Decker: "Ich würde gerne bei Welt- und Europameisterschaften starten. Der Traum heißt Olympia."

An diesem Samstag geht es für Decker erst einmal gegen den erfahrenen Polen Mariusz Los. "Aalen ist mein Favorit auf den Titel. Sie sind einfach am besten besetzt", sagt Geid zum Gegner: "Wir werden uns gewaltig strecken müssen." Ein guter Kampf, ein eigener Sieg und Punkte mit der Mannschaft - es wäre wohl das schönste Geburtstagsgeschenk für das Köllerbacher Eigengewächs Dennis Decker.