Das "Weltwunder" soll vorangehen

Das "Weltwunder" soll vorangehen

Neunkirchen. Eine neue Ära beginnt bei den Handballerinnen des TuS Neunkirchen - und das in doppelter Hinsicht. Zum einen tritt die Mannschaft von Trainer Mirko Pesic ab dieser Saison in der Staffel West der 3. Liga an, zuvor war sie im Süden eingruppiert. Zum anderen muss der TuS einen personellen Umbruch verkraften

Neunkirchen. Eine neue Ära beginnt bei den Handballerinnen des TuS Neunkirchen - und das in doppelter Hinsicht. Zum einen tritt die Mannschaft von Trainer Mirko Pesic ab dieser Saison in der Staffel West der 3. Liga an, zuvor war sie im Süden eingruppiert. Zum anderen muss der TuS einen personellen Umbruch verkraften. Gleich sechs Top-Spielerinnen wollten kürzer treten und haben sich aus der ersten Mannschaft zurückgezogen.

An diesem Samstag steht der erste Spieltag an. Um 18.30 Uhr ist der TuS zu Gast bei den Luxemburgerinnen Roude Leiw Bascharage. "Die Vorbereitung verlief nicht optimal. Einige junge Spielerinnen haben ihre Chance nicht genutzt", sagt Trainer Mirko Pesic. Durch die Rücktritte von Teresa Stolz, 37, Anja Severin, 35, Nadine Dibbern, 30, Lucy Unbehend, 29, Nadine Bold, 28, und Linda Beschel, 26, war Platz für frische Kräfte im Kader. Doch momentan sieht Pesic nur fünf Spielerinnen auf hohem Niveau in seinen Reihen: Lea Schuhknecht, 22, Miljana Cosic, 27, Joline Müller, 19, Torfrau Gina von Gilgenheimb, 22, und Aleksandra Jelicic, 38.

Jelicic wird auch dieses Jahr wieder die Führungsfigur sein. "Aleksandra ist für mich ein Weltwunder. Sie hat in den vergangenen vier Jahren alle Spiele gemacht, war nie verletzt oder krank. Mit ihrer Erfahrung und Qualität wird sie wieder vorne weggehen", schwärmt Pesic von seiner Schlüsselspielerin. Ihre Nachfolgerin könnte Lea Schuhknecht werden - sofern sie länger in Neunkirchen spielt. "Ich denke, dass die 3. Liga langsam zu niedrig für sie ist", glaubt der Kroate.

Doch nach den fünf hervorgehobenen Akteurinnen sieht Pesic einen Qualitätsverlust. Deshalb gibt er sich in Sachen Saisonziel zurückhaltend: "Wenn man die Liga dreiteilen würde, wäre ich mit einem Platz in der mittleren Gruppe zufrieden. Obwohl ich von Schiedsrichtern gehört habe, dass die Süd-Staffel stärker ist." Dort war der TuS Neunkirchen in der vergangenen Runde Sechster.

Einen starken Gegner hat der TuS aber gleich am ersten Spieltag vor der Brust. Roude Leiw Bascharage zählt für Pesic zum Favoritenkreis: "Die haben einige sehr gute Spielerinnen. Unter anderem Oksana Pal, die vor ein paar Jahren Bundesliga-Torschützenkönigin war."

Fehlen wird den TuS-Frauen an diesem Samstag Alexandra Depta (Schulterverletzung), dafür spielt Anja Severin. Sie hat wie alle anderen fünf "Abgänge" ihren Spielerinnen-Pass weiter in Neunkirchen liegen - falls Not an der Frau ist. Pesic hofft, neben ihr auch Lucy Unbehend zu vermehrten Einsätzen bewegen zu können. Die neue Ära will er doch noch ein wenig hinauszögern. hej

"Die Vorbereitung verlief nicht optimal."

Mirko Pesic, Trainer des

TuS Neunkirchen

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