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"Das war unser bisher bestes Spiel"

"Das war unser bisher bestes Spiel"

Saarbrücken. "Sollte hier nicht mal ein neues Stadion gebaut werden?" Die Frage stellte Daniel Ischdonat, Torwart des Fußball-Drittligisten SV Sandhausen, nach der 1:3-Niederlage beim 1. FC Saarbrücken am vergangenen Samstag im Saarbrücker Ludwigspark-Stadion. Der selbst ernannte Titelfavorit hatte beim starken Aufsteiger keine Chance

Saarbrücken. "Sollte hier nicht mal ein neues Stadion gebaut werden?" Die Frage stellte Daniel Ischdonat, Torwart des Fußball-Drittligisten SV Sandhausen, nach der 1:3-Niederlage beim 1. FC Saarbrücken am vergangenen Samstag im Saarbrücker Ludwigspark-Stadion. Der selbst ernannte Titelfavorit hatte beim starken Aufsteiger keine Chance. "Wir haben einige Baustellen in der Mannschaft", umschrieb Ischdonat die Situation beim SVS.246 Unterschriften Baustellen gibt es auch beim FCS. Eine davon kam am Samstag ihrer Fertigstellung ein Stück näher: die überfällige Mitgliederversammlung des Vereins (wir berichteten) wurde terminiert. "Sie findet am 21. Oktober 2010 statt", erklärte FCS-Präsident Horst Hinschberger nach dem Spiel. Vor der Partie waren Mitglieder aufgerufen, sich in einer Unterschriftenaktion für eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzusetzen. "Wir haben 246 Unterschriften. Das sind deutlich mehr als die erforderlichen zehn Prozent der Mitglieder", erklärte Tobias Wittstadt vom Fanclub Boys SB, der die Aktion organisiert hatte, "dazu wurden Mitgliedsanträge abgegeben". Im maroden Ludwigspark-Stadion, das sicher ein Thema der Mitgliederversammlung sein wird, zeigte die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger einen beherzten Auftritt. "Wir wollten Sandhausen von Beginn an unter Druck setzen", erklärte Mittelfeldspieler Stephan Sieger, der nach 15 Minuten die Führung für den FCS erzielte. Der starke Manuel Stiefler hatte von rechts in den Strafraum gepasst, Sieger aus der Drehung per Direktabnahme getroffen - das 1:0. "Wir hätten in dieser Phase mehr Tore machen müssen", nannte Stiefler die einzige Schwäche der Saarländer. Doch Nico Zimmermann (5. Minute), Velimir Grgic (7.) und Ufuk Özbek (25.) brachten den Ball einfach nicht im Tor unter. Zumindest darin waren die schwachen Sandhausener effektiver. Nach Freistoß von David Ulm besorgte Frank Löhring per Kopf den Ausgleich (29.). Selbstvertrauen getankt"Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, nicht locker zu lassen", erklärte Sieger. Das tat der FCS eindrucksvoll. Özbek bediente Grgic, der drehte sich sechs Meter vor dem Tor blitzschnell und wuchtete den Ball unter die Latte - das 2:1 (47.). Saarbrücken beherrschte vor 4546 Zuschauern den Gegner und erhöhte folgerichtig auf 3:1. Zimmermann hatte einen Freistoß in den Strafraum gelupft, Kapitän Marcus Mann mustergültig eingenickt. "Ich denke, das war unser bisher bestes Spiel in der 3. Liga", sagte Trainer Luginger erfreut: "Das gibt uns Selbstvertrauen, so können wir weiterarbeiten."