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„Das war heute kein guter Tag“

„Das war heute kein guter Tag“

Der Höhenflug der deutschen Tennis-Spielerinnen bei den French Open in Paris ist teilweise schon wieder vorbei. Angelique Kerber, Sabine Lisicki und Annika Beck verpassten den Einzug in das Achtelfinale. Nun ruhen die Hoffnungen auf Andrea Petkovic und Julia Görges.

Enttäuscht verließ Tennis-Profi Angelique Kerber den Ort ihrer Niederlage. Unerwartet, aber verdient flog die hochgehandelte Kielerin bei den French Open in Paris in der dritten Runde aus dem Turnier. Sie gesellte sich am Tag der verpassten Chancen zu Sabine Lisicki und Annika Beck. Aus dem deutschen Quintett sind noch Andrea Petkovic und Julia Görges übrig, die an diesem Samstag um den Achtelfinal-Einzug spielen. Petkovic trifft auf Sara Errani aus Italien, Görges bekommt es mit der Amerikanerin Irina Falconi zu tun. "Ich hoffe, morgen läuft es besser", sagte Bundestrainerin Barbara Rittner am Freitag enttäuscht.

Kerber scheiterte an der Spanierin Garbine Muguruza. Sie verlor mit 6:4, 2:6 und 2:6 und verpasste erstmals seit 2011 die Runde der besten 16 in Paris . Lisicki vergab gegen die Tschechin Lucie Safarova beim 3:6 und 6:7 (2:7) zwei Satzbälle und beklagte später, keinen Linkshänder zum Einschlagen gefunden zu haben. Beck überzeugte zwar, konnte gegen Elina Switolina aus der Ukraine aber einen 3:1-Vorsprung im entscheidenden Satz nicht ins Ziel bringen und verlor mit 3:6, 6:2 und 4:6.

"Das war heute kein guter Tag von mir, ich habe kaum zu meinem Spiel gefunden", sagte Kerber nach der ersten Niederlage im vierten Duell mit Muguruza: "Sie hat das Spiel in die Hand genommen, es war schwer, sie aus dem Rhythmus zu bringen."

Vor dem Turnierbeginn war Linkshänderin Kerber als Mitfavoritin gehandelt worden. Die Weltranglisten-Elfte hatte die Sandplatz-Turniere in Charleston und Stuttgart gewonnen. Als in Paris der lädierte Rücken in den ersten beiden Runden hielt, wuchsen die Hoffnungen. Die Sandplätze in Roland Garros schienen ihre neue Liebe geworden zu sein. "Ich schenke dem Sand jetzt mehr Vertrauen", hatte Kerber vor dem Turnierstart noch gesagt.

Weniger enttäuscht, fast zufrieden waren Lisicki und Beck trotz ihrer Niederlagen. "Ich habe hier drei sehr gute Spiele gespielt", erklärte Lisicki, die ihren vergebenen Satzbällen in der Partie gegen Safarova nicht hinterher trauerte: "Die hat sie einfach sehr gut abgewehrt." Im ersten Satz hatte die Berlinerin gleich ihr erstes Aufschlagspiel abgegeben. Sie bekannte: "Ich habe ein paar Minuten gebraucht, um mich auf sie als Linkshänderin einzustellen." Nun steht die Rasen-Saison an - da fühlt sich Lisicki als Wimbledon-Finalistin von 2013 deutlich wohler als auf Sand.

Auch Beck haderte am Freitag nach ihrem Aus nicht lange mit ihrem Schicksal. "Natürlich bin ich enttäuscht, aber das ist nur eine Momentaufnahme", sagte die Bonnerin: "Ich kann erhobenen Hauptes aus Paris wegfahren." Sie sei froh, bei ihrem Lieblings-Grand-Slam-Turnier aus dem Loch geklettert zu sein. Denn vor den French Open hatte Beck alle ihre fünf Spiele auf Sand verloren - sowie insgesamt zehn Erstrundenniederlagen kassiert.