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Das Tor zum Finale ist offen

Das Tor zum Finale ist offen

Köllerbach. Vor dem Halbfinale gegen die RWG Mömbris-Königshofen verteilten die Ringer des KSV Köllerbach am vergangen Samstag Mützen als Geschenke an das Publikum. Ihren Gegnern schenkten sie bei den anschließenden zehn Mattenduellen nichts. Insgesamt sieben Kämpfe gewannen die Köllerbacher vor 2000 begeisterten Zuschauern im Püttlinger Trimm-Treff. Am Ende hieß es 25:10 für den KSV

Köllerbach. Vor dem Halbfinale gegen die RWG Mömbris-Königshofen verteilten die Ringer des KSV Köllerbach am vergangen Samstag Mützen als Geschenke an das Publikum. Ihren Gegnern schenkten sie bei den anschließenden zehn Mattenduellen nichts. Insgesamt sieben Kämpfe gewannen die Köllerbacher vor 2000 begeisterten Zuschauern im Püttlinger Trimm-Treff. Am Ende hieß es 25:10 für den KSV.

Ein Ergebnis, das den Finaleinzug zum Greifen nahe werden lässt. Zwar bleibt KSV-Trainer Thomas Geid gewohnt vorsichtig: "Das war noch nicht der Finaleinzug." Doch er musste zugeben: "Wir haben das Tor zum Finale weit geöffnet." Routinier Vladimir Togousov (60 Kilo Freistil) und Dimitar Kumchev (120 Kilo), der erneut in dem für ihn ungewohnten griechisch-römischen Stil antreten musste, sorgten mit einem 3:0- und einem 3:1-Sieg für einen Auftakt nach Maß für die Gastgeber. In den anschließenden Kämpfen vor der Pause zeigten die Gäste jedoch, dass sie sich nicht einfach geschlagen geben wollten. Mömbris' Ceyhun Zaidov siegte in der 60-Kilo-Klasse mit 3:1 gegen Venelin Venkov. Und auch KSV-Ringer Ismail Redzhep (66 Kilo, Freistil) war dem deutschen Vize-Meister Saba Bolaghi mit dem gleichen Resultat unterlegen. "Er hat super begonnen. Doch dann fängt er an zu wackeln", zeigt sich Geid über die schwankenden Leistungen Redzheps ratlos.

Überraschend deutlich konnte sich Köllerbachs 96-Kilo Athlet-Georgi Sredkov gegen Oldrik Wagner (3:0) durchsetzen. Der Bulgare hatte in der regulären Saison gegen Wagner mit 1:3 verloren. "Wir haben speziell die Abwehr am Mattenrand trainiert, weil wir wussten, dass Wagner seinen Gegner gerne mal von der Matte schiebt", sagte Geid. Und das Training zahlte sich aus. Sredkov konterte die Angriffe Wagners geschickt aus und siegte ungefährdet. Nach fünf Duellen hatte sich der KSV somit einen Vorsprung von 11:7 erkämpft.

Nach der Pause demonstrierte der KSV seine Überlegenheit. Erst besiegte Jan Fischer in der 84-Kilo-Klasse im klassischen Stil Michael Carl klar mit 3:0. Danach erhöhte Timo Badusch durch einen Sieg mit technischer Überlegenheit gegen Bengt Trageser auf 18:7. Mal wieder löste der 18-Jährige Jubelstürme aus, als er erneut durch einen Ausheber die Höchstwertung erzielen konnte. Die beiden 74-Kilo-Athleten Andriy Shyyka (Freistil) und Konstantin Schneider (griechisch-römisch) bauten den Vorsprung aus. Nur Freistiler Petar Kasabov verlor nach der Pause auf Seiten der Gastgeber.

Mit einem komfortablen 15 Punkte-Vorsprung reist der KSV nun zum Rückkampf am 17. Januar. Sollten sich die Köllerbacher auch dort durchsetzen, könnte im Finale ein altbekannter Gegner warten. Denn der 1. Luckenwalder SC legte mit einem 25:15 gegen Germania Weingarten ebenso wie der amtierende deutsche Mannschafts-Meister den Grundstein für einen Finaleinzug. Es wäre das dritte Meisterschafts-Finale der beiden Mannschaften in Folge.