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Das Spiel nach der Fratze

Das Spiel nach der Fratze

Elversberg. Elf Gegentore kassierte die SV Elversberg in den beiden vergangenen Partien in der Fußball-Regionalliga West. Einer enttäuschenden 1:4-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach II folgte eine 0:7-Klatsche beim 1. FC Köln II. Die höchste Niederlage der SVE in ihrer 16-jährigen Regionalligageschichte

Elversberg. Elf Gegentore kassierte die SV Elversberg in den beiden vergangenen Partien in der Fußball-Regionalliga West. Einer enttäuschenden 1:4-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach II folgte eine 0:7-Klatsche beim 1. FC Köln II. Die höchste Niederlage der SVE in ihrer 16-jährigen Regionalligageschichte. Dabei hat die SVE noch zu Beginn der Saison den wohl attraktivsten Fußball seit langem gespielt. "Wir haben in dieser Saison unser schönes Gesicht gezeigt und unsere hässliche Fratze. Jetzt gilt es Kontinuität zu finden", sagt SVE-Trainer Günter Erhardt.An diesem Samstag, 14 Uhr, empfängt die SV Elversberg den SC Verl an der Kaiserlinde. Erhardt ist guter Dinge, dass sich seine Mannschaft anders präsentieren wird als noch in den vergangenen Wochen. "Wir haben beim 3:0-Pokalsieg beim FV Lebach schon eine ganz andere Körpersprache gezeigt als bei den beiden Klatschen. Im Training merkt man auch, dass ein Umdenken stattgefunden hat", sagt Erhardt, der gegen Verl auf die verletzten Emre Güral (Meniskus), Thiemo Höhn (muskuläre Probleme), Christian Mikolajczak (Muskelfaserriss) und Rene Schwall (Schulterverletzung) verzichten muss. Mittelfeldstratege Samir Kozarac kann trotz Bluterguss im Oberschenkel spielen. "Ich bin voll einsatzfähig. Ich bin mir sicher, dass wir uns gegen Verl wieder als geschlossene Mannschaft präsentieren werden. Ob wir deshalb gewinnen werden, kann ich nicht sagen. Aber wir werden alles versuchen", blickt Kozarac voraus.

Neben dem Schweizbosnier wird Martin Willmann wieder im defensiven Mittelfeld spielen. Der SVE-Kapitän kam beim 0:7-Debakel in Köln nicht zum Einsatz, da er zuvor läuferische Schwächen offenbarte. "Martin hat gut trainiert und ein starkes Spiel gegen Lebach gemacht. Ich denke, er wird sich wie alle anderen auf dem Platz zerreißen. Fußball ist und war ein Kampfspiel", sagt Günter Erhardt. Auch in der Offensive scheint man sich einig darüber zu sein, dass eine Wiedergutmachung folgen muss. "Nach dem 0:7 ist von allen Seiten Kritik auf uns eingeprasselt. Wir wissen, dass wir unseren Fans etwas schuldig sind", sagt Denis Omerbegovic, der nicht weiß, ob er am Samstag zur Startelf zählen wird. "Es spielt im Endeffekt keine Rolle, wer anfängt und wer nicht. Wir müssen von der Nummer eins bis zur Nummer 18 zusammen halten. Außerdem mache ich ein Tor, ob ich von Beginn an spiele oder eingewechselt werde", sagt der Bosnier.