Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 00:00 Uhr

„Das Spiel deines Lebens“

Spielmacher Alexander Haupert (Mitte, mit der Nummer 12) wird die Junior Canes am Samstag im Finale um die deutsche Meisterschaft, den „Junior Bowl“, anführen. Foto: Ruppenthal
Spielmacher Alexander Haupert (Mitte, mit der Nummer 12) wird die Junior Canes am Samstag im Finale um die deutsche Meisterschaft, den „Junior Bowl“, anführen. Foto: Ruppenthal FOTO: Ruppenthal
Saarbrücken. Die Junior Canes aus Saarbrücken stehen im Endspiel um die deutsche Football-Meisterschaft, den sogenannten „Junior Bowl“. Gegner für das Team von Trainer Martin Mick sind die Cologne Crocodiles. Von SZ-MitarbeiterMichael Aubert

"Es ist ein Spiel wie jedes andere", trichtert Martin Mick, der Cheftrainer der Junior Canes, seiner Mannschaft schon seit zwei Wochen ein. Aus einem ganz einfachen Grund: Vor dem Junior Bowl, dem Finale um die deutsche Meisterschaft seiner U19-Footballer gegen die Cologne Crocodiles an diesem Samstag (18 Uhr) in Düsseldorf, versucht Mick einfach Ruhe und Selbstvertrauen auszustrahlen. Das soll sich auch auf die Mannschaft übertragen.

Versuch, cool zu bleiben

"Aber versuch' mal, cool zu bleiben, wenn du vor dem Spiel deines Lebens stehst", sagt Alexander Haupert, Spielgestalter der Saarbrücker Junior Canes, "die Nervosität lässt sich nicht auf Knopfdruck abschalten". Ein Problem, mit dem die Mannschaft schon im Viertelfinale gegen die Stuttgart Scorpions (40:26) zu kämpfen hatte. Im Halbfinale gegen die Berlin Rebels (30:26) war diese Aufregung dann nicht mehr zu überspielen. "Da hatten sie Gamaschen an, waren das erste Viertel total gehemmt", erklärt Mick. "Nervös und unkonzentriert", ergänzt Haupert. Doch trotz des 0:20-Rückstands aus dem ersten Spielabschnitt konnten sie das Spiel drehen.

Gegen die Kölner Krokodile gilt es, einen so eklatanten Fehlstart zu verhindern. "Wenn es uns gelingt, die Nervosität abzustellen, können wir den ganz großen Wurf landen", ist Mick überzeugt. Aber auch nur dann. Dabei müssten sie vor Selbstvertrauen nur so strotzen, könnten gelassen in dieses Endspiel gehen. "Es gibt für uns keinen Grund, nervös zu sein", meint Mick, "wir stehen nicht umsonst im Finale". Haben sie doch als ungeschlagener Meister ihrer Bundesligastaffel eine tadellose Saison gespielt, ihr Ziel längst erreicht.

Köln hat Final-Erfahrung

Allerdings hat sich auch noch kein Finalist im Vorfeld mit dem Vize-Titel zufriedengegeben. "Wir fahren nicht nach Düsseldorf, um Zweiter zu werden", sagt Defensiv-Trainer Detlev Grün. Auch, wenn die Kölner einen vielleicht entscheidenden Vorteil auf ihrer Seite haben: Sie standen bereits 2012 im Finale und wissen, wie es sich vor etwa 5000 erwarteten Football-Fans spielt. Eine Kulisse, die auf die Jungs nicht gerade beruhigend wirkt. "Das ist ungewohnt, aber es wird unsere Jungs nur nach vorne bringen", sagt Mick, der sich in der Außenseiterrolle ganz gut gefällt. "Auch eine Favoritenrolle muss erst noch getragen werden. Die kann manchmal richtig schwer werden", sagt Mick.

Umso wichtiger ist ein konzentrierter Beginn. Deshalb wird auch die Anfahrt erst am Samstag erfolgen. Es soll möglichst gewohnt ablaufen vor dem großen Spiel. "Gerade, weil es nur ein Spiel ist, ist alles möglich, da entscheidet Tagesform, Konzentration und Wille", sagt Grün. Ihren Willen hat die Mannschaft schon über die gesamte Saison unter Beweis gestellt - vor allem in den letzten beiden Spielen. "In der Endrunde sind die meisten schon bis an ihre Grenzen gegangen. Das werden wir auch im Finale müssen", meint Haupert. Wenn sie ihren Traum leben wollen, hilft am Samstag gegen die Cologne Crocodiles nur eines: Ruhe bewahren und das Ding nach Hause bringen.