Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:40 Uhr

Weit, weiter, Vetter
Das sind unsere Sporttypen des Jahres

Der zweitweiteste Speerwurf aller Zeiten und die Goldmedaille bei der WM in London, Kraftprotz und viel Geehrter: Der Ex-Saarbrücker Johannes Vetter erlebte ein Fabeljahr 2017.
Der zweitweiteste Speerwurf aller Zeiten und die Goldmedaille bei der WM in London, Kraftprotz und viel Geehrter: Der Ex-Saarbrücker Johannes Vetter erlebte ein Fabeljahr 2017. FOTO: Matthias Schrader / dpa
Wie jedes Jahr stellt die SZ-Sportredaktion ihre Besten der letzten zwölf Monate vor: Typen, die uns beeindruckten und 2017 prägten. Mark Weishaupt
Mark Weishaupt

Der 5. Juni 2017 war ein schwarzer Tag für Johannes Vetter. Nichts, aber auch gar nichts lief zusammen bei dem deutschen Speerwerfer, so sehr er sich beim Pfingstsportfest in Rehlingen auch mühte. Der Wind passte nicht, der Anlauf stimmte nicht, der Tartanbelag just an der Stelle, wo der 24-Jährige sein Stemmbein vor dem Abwurf aufsetzte, war rutschig und bröselig – mehr als 79,41 Meter waren einfach nicht drin.

„Das ist Speerwurf“, sagte Vetters saarländischer Trainer Boris Obergföll damals, „das kann bald schon wieder anders aussehen. Und wie Recht der ehemalige „Bär aus dem Warndt“ hatte. Einen guten Monat später explodierte Vetter beim Meeting in Luzern förmlich, schleuderte sein Wurfgerät gleich vier Mal über die magische 90-Meter-Marke und stellte mit 94,44 Metern einen neuen deutschen Rekord auf – der zweitweiteste Wurf, den jemals ein Athlet geschafft hat. Dass er sich Anfang August in London um neuen Weltmeister krönte, war das i-Tüpfelchen für „Jojo“. ⇥Mark Weishaupt