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Das Schweigen des Bundestrainers

Das Schweigen des Bundestrainers

Eppan. Joachim Löw lässt sich nicht drängen. Für den Leiter der deutschen WM-Mission gibt es vor dem Härtetest gegen Ungarn am Samstag (20 Uhr) wichtigere Dinge als die Bekanntgabe seines Kapitäns und des Torwarts für Südafrika. Während die "Bild"-Zeitung die Favoriten Philipp Lahm und Manuel Neuer bereits gestern als perfekt meldete, schwieg Löw zum Thema

Eppan. Joachim Löw lässt sich nicht drängen. Für den Leiter der deutschen WM-Mission gibt es vor dem Härtetest gegen Ungarn am Samstag (20 Uhr) wichtigere Dinge als die Bekanntgabe seines Kapitäns und des Torwarts für Südafrika. Während die "Bild"-Zeitung die Favoriten Philipp Lahm und Manuel Neuer bereits gestern als perfekt meldete, schwieg Löw zum Thema. Der Bundestrainer trieb in Südtirol lieber die schweißtreibende Arbeit auf dem Trainingsplatz voran. Von seinem Fahrplan bei den zwei zentralen Personalfragen weicht der 50-Jährige nicht ab. "Es ist meine Pflicht, erst mit den Spielern zu sprechen, die es betrifft. Und dann mit der Mannschaft", hatte Löw betont.

Alle rechnen mit Lahm und Neuer, doch im DFB-Quartier wurde auch eine Überraschung - gerade beim Kapitän - nicht ausgeschlossen. Bekommt am Ende doch noch Miroslav Klose die Binde? "Am Freitag ist alles geklärt", sagte Bundestorwarttrainer Andreas Köpke nach dem Training am Vormittag, bei dem auch der tags zuvor vom Mountainbike gestürzte Münchner Thomas Müller dabei war. Vorab-Meldungen zu Lahm und Neuer seien "reine Spekulation", versicherte der DFB. Einen übermächtigen Leitwolf - wie es der verletzte Ballack bislang war - sieht keiner.

Neben den Sturm-Sorgenkindern Miroslav Klose und Mario Gomez, die sich mit je fünf Treffern beim 24:0 im 60-Minuten-Spiel gegen eine Juniorenauswahl etwas Selbstvertrauen holten, stiegen aus dem Bayern-Block auch Müller und Länderspiel-Neuling Holger Badstuber inzwischen ins Mannschaftstraining ein. Und das selbstbewusst: "Wir wollen ein Teil der Mannschaft werden", sagte der 21-jährige Badstuber, der auf den Platz in der Innenverteidigung neben Per Mertesacker spekuliert.

Der für rechts gehandelte Müller verwies auf seine Vielseitigkeit: "Ich habe bei Bayern links gespielt, rechts gespielt und überall gute Spiele gemacht." Der 20-Jährige, der bei seinem Radunfall mit Schrammen und "dem Schrecken davongekommen" war, beißt für den Kampf um einen Platz in der WM-Elf auf die Zähne: "Ich habe nur leichte Schmerzen." dpa