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Das „riesige Abenteuer“ kann beginnen

Saar-05-Trainer Timon Seibert sagt: „Wir messen uns jetzt mit Profis. Das ist jedem im Umfeld bewusst.“ Foto: Rolf ruppenthal
Saar-05-Trainer Timon Seibert sagt: „Wir messen uns jetzt mit Profis. Das ist jedem im Umfeld bewusst.“ Foto: Rolf ruppenthal FOTO: Rolf ruppenthal
Saarbrücken. Vor sieben Jahren spielte Saar 05 in der Fußball-Kreisliga B. Sieben Jahre und sechs Aufstiege später stehen die Saarbrücker auf Augenhöhe mit den Saarfußball-Größen 1. FC Saarbrücken, SV Elversberg und FC Homburg. Sebastian Zenner

Regionalliga-Aufsteiger Saar 05 Saarbrücken steht vor der größten Herausforderung seiner Vereinsgeschichte. Vor zehneinhalb Jahren stieg Saar 05 nach dem Lizenzentzug aus der Fußball-Landesliga, der heutigen Verbandsliga, ab. Nach turbulenten Jahren übernahm 2008 die damalige Jugendabteilung das Kommando. Es es folgte der Neustart in der Kreisliga B. Sieben Jahre und sechs Aufstiege später steht der Club auf Augenhöhe mit den Saarfußball-Größen 1. FC Saarbrücken , SV Elversberg und FC Homburg. "Wir messen uns jetzt mit Profis. Das ist jedem im Umfeld bewusst", sagt Trainer Timon Seibert: "Für uns muss es einfach ein riesiges Abenteuer sein. Ich muss nicht in die Saison gehen und verlangen, eine gewisse Anzahl von Punkten zu holen, um in der Liga zu bleiben."
Rot-Spiele im Homburger Stadion


Am ehesten holen Fußball-Mannschaften Punkte im eigenen Stadion. Das Stadion Kieselhumes fasst etwa 6000 Zuschauer, ist aber aus sicherheitstechnischen Gründen nicht für alle Regionalliga-Spiele geeignet. So genannte Rot-Spiele, bei denen es zu Problemen mit gewaltbereiten Anhängern der Gastvereine kommen könnte, muss Saar 05 Jugend im Homburger Waldstadion austragen. Die farblich eingestuften Grün- und Gelb-Spiele sollen im Kieselhumes-Stadion stattfinden. "Die Pläne mitsamt der Zaunanlage sind gezeichnet, und wir sind dabei, alle Vorkehrungen zu treffen", sagt der Vorsitzende Frank Seibert: "Ein Knackpunkt ist noch die Lautsprecheranlage für die Gegentribüne. Hierfür wird es in der nächsten Zeit einen Ortstermin mit einer Firma geben."

Apropos Beschallung: Immer wieder gibt es am Standort Kieselhumes Schwierigkeiten wegen Lärmbelastung (wir berichteten). Die Lautsprecheranlage ist so eingestellt, dass sie nur die Zuschauerränge beschallt. Aber laut neuer Stadionsatzung, die der Saarbrücker Stadtrat wohl verabschieden wird, werden neben Pyrotechnik mobile Lautsprecherboxen, Gasdruckfanfaren und Trommeln verboten. Ein Spaß wird es für die zuständigen Personen sicher nicht, Fußball-Fans ihre Utensilien abzunehmen. "Wir werden die Vereine im Vorfeld informieren und Kontakt zu den Fanbeauftragten aufnehmen. Letztlich müssen wir unseren Ordnungsdienst so organisieren, dass die Lärminstrumente an der Kasse eingesammelt werden", sagt Frank Seibert.
Lücks Abgang wiegt schwer

Die Mannschaft startet in knapp zwei Wochen in die Vorbereitung. Nicht dabei sein werden die Abgänge Sebastian Lück (zu FC Hertha Wiesbach) und Felix Koch (SC Halberg Brebach). Vor allem der Abgang von Abwehrchef Lück, der mit zehn Treffern auch bester Torschütze der Meistersaison in der Oberliga war, "tut weh", wie Timon Seibert zugeben muss: "Er ist für uns sportlich wie menschlich ein großer Verlust. Aber wir haben gute neue Leute geholt und wir haben gute Leute in unseren Reihen. Wir werden seinen Abgang kompensieren können." Die Neuen sind Felix Dausend (von Borussia Neunkirchen ), Marco Dahler (1. FC Saarbrücken II), Mathäus Gornik (FK Pirmasens), Alfonso Marte (SC Idar-Oberstein) und Melvin Heid (SV Auersmacher). Weitere Verpflichtungen sollen folgen.