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Das Monaco des Supermoto-Sports

Das Monaco des Supermoto-Sports

An diesem Samstag und Sonntag heulen in St. Wendel die Motoren. Im Wendelinuspark sind die Zweirad-Artisten unterwegs. Für Suzuki-Pilot Dirk Spaniol aus Hirzweiler ist der Supermoto-Lauf ein Heimrennen.

St. Wendel. An diesem Wochenende wird der Wendelinuspark in St. Wendel wieder zum Mekka der Supermoto-Fans. Der dritte Lauf der deutschen Meisterschaft einer der jüngsten Motorrad-Sportsparten lockt mehr als 220 Starter aus gut einem Dutzend Nationen ins Saarland. "Es hat einfach Stadion-Atmosphäre hier", sagt Suzuki-Pilot Dirk Spaniol aus Hirzweiler. Er freut auf sein Heimrennen im "Monaco des Supermoto-Sports". "Die Strecke ist technisch sehr anspruchsvoll und eng", sagt Spaniols Markenkollege Marcus Class aus Worms und zieht Vergleiche mit dem Formel-1-Kurs in Monaco: "Das macht es enorm schwer zu überholen."Auf der 1150 Meter langen Strecke in St. Wendel werden neun Klassen ausgefahren - von der so genannten S1 (450 Kubikzentimeter Hubraum) bis zu den Junioren und Amateuren. Class führt in der Königsklasse S1 die Gesamtwertung mit 19 Punkten Vorsprung vor Aprilla-Fahrer und Supermoto-Legende Jürgen Künzel. "Die Leistungsdichte in den Fahrerfeldern ist mittlerweile so groß, dass sich die ersten Zehn innerhalb einer Sekunde bewegen", sagt der 22-Jährige, "die Zeittrainings können schon die halbe Miete sein. Gerade in St. Wendel macht es enorm viel aus, in der Startaufstellung weiter vorne zu stehen". Das sieht auch Nico Joannidis so. 2011 lieferte sich der 22-jährige Gemmrigheimer in der Hubraum-offenen Klasse S2 ein packendes Rennen mit dem 43-jährigen Spaniol. Der Saarländer siegte damals, Joannidis sicherte sich am Ende den Meistertitel. In diesem Jahr startet er mit seiner Husqarna in der S1. Er belegt dort Platz fünf. "Die neue Klasse ist eine neue Herausforderung, gerade weil viele Leute sagen, mein Motorrad wäre dafür nicht geeignet", sagt Joannidis schmunzelnd: "Mein Ziel in St. Wendel ist es, mindestens unter die ersten drei zu kommen."

Durch die technische Ausgeglichenheit der Maschinen lebt die Mischung aus Motocross und Straßenrennen - so die Grundidee des Supermoto - vom Kampf der Fahrer. "Die Faszination ist es, den Besten der Besten zu finden", beschreibt Spaniol den Reiz seines Sports, "und wenn es dann so ist, wie im vergangenen Jahr, dass der Jubel der Zuschauer die Motorräder übertönt, dann ist wirklich Gänsehaut angesagt".

10 000 Besucher erhoffen sich die Veranstalter vom ADAC Saarland bei der Supermoto. Da an diesem Wochenende zeitgleich in St. Wendel das saarländische Turnfest stattfindet, rät der ADAC zur frühzeitigen Anreise zu den Rennen.

Auf einen Blick

Der Zeitplan der Supermoto in St. Wendel:

Samstag, 2. Juni, 8.30 Uhr bis 14.30 Uhr: freies Training aller Klassen, anschließend Zeittraining. Ab 17.15 Uhr: Wertungsläufe Amateure, Cup-Klassen. Ab 20 Uhr: Zeittraining S1, S2.

Sonntag, 3. Juni, ab 8.30 Uhr: "Warm up". Ab 10.25 Uhr: 2. Lauf Amateure/Cup-Klassen. 13.40 Uhr: 1. Lauf S2. 14.20 Uhr: 1. Lauf S1, 16 Uhr 2. Lauf S2. 16.40 Uhr: 2. Lauf S1. cor