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Champions League
Das Leipziger Objekt der Begierde

Leipzig. Internationale Top-Clubs jagen schwedischen RB-Mittelfeldstrategen Emil Forsberg.

An die große europäische Fußball-Bühne hat sich Emil Forsberg schnell gewöhnt. Die eleganten Dribblings, die klugen Pässe, die Treffsicherheit vor dem Tor – der schwedische Spielmacher glänzt auch in seiner ersten Champions-League-Saison mit seinen herausragenden Qualitäten. Der erste Torschütze in der Königsklasse für RB Leipzig hatte großen Anteil daran, dass der deutsche Vizemeister vor dem letzten Gruppenspiel gestern Abend gegen Besiktas Istanbul auf den Einzug ins Achtelfinale hoffen durfte (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet). Dass der 26-Jährige im entscheidenden Spiel wegen Bauchmuskelproblemen zum Zuschauen verdammt war, schmerzte ihn und Trainer Ralph Hasenhüttl gleichermaßen.


Forsberg, der sich dem damaligen Zweitligisten Leipzig im Januar 2015 vom schwedischen Spitzenklub Malmö FF anschloss, hat sich längst in den Fokus der europäischen Top-Klubs gespielt. Im vergangenen Sommer machten Gerüchte über einen Wechsel zum AC Mailand die Runde, Forsberg selbst hatte einen Abgang forciert. Doch RB schob dem einen Riegel vor. Inzwischen soll auch José Mourinho von Englands Rekordmeister Manchester United ein Auge auf Forsberg geworfen haben. „Ich habe meine eigenen Ziele für meine Karriere. Aber die sind mein Geheimnis“, sagt Forsberg dazu. Im Fußball könne immer alles passieren, „und zwar von heute auf morgen.“

Für RB Leipzig ist das Interesse an seinen Top-Stars eine Begleiterscheinung des beispiellosen Aufstiegs. Mittelfeldspieler Naby Keita zieht es im kommenden Sommer für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in die Premier League zu Jürgen Klopp und dem FC Liverpool. Ob Forsberg seinen bis 2022 datierten Vertrag bei den Sachsen erfüllen wird, darf angesichts der Klasse des Schweden bezweifelt werden. „Es liegt in der Natur der Sache, dass gute Leistungen wahrgenommen werden“, sagt Hasenhüttl. Der Österreicher hofft, dass Forsberg „noch lange“ in Leipzig bleibt.



Ob mit den ambitionierten Leipzigern oder einem internationalen Spitzenklub – Auftritte auf Europas Fußball-Bühne sind Forsberg in den kommenden Jahren wohl sicher. So auch im Sommer 2018, wenn der Offensivspieler bei der WM-Endrunde in Russland in der Gruppenphase unter anderem auf Titelverteidiger Deutschland trifft.