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Ein weiterer Meilenstein
Das große Ziel der SV Elversberg ist die Frauen-Bundesliga

Machen gemeinsame Sache im Frauenfußball: Norbert Kelter vom SV Göttelborn (links) und Marc Strauß, Vorstandsmitglied der SVE.
Machen gemeinsame Sache im Frauenfußball: Norbert Kelter vom SV Göttelborn (links) und Marc Strauß, Vorstandsmitglied der SVE. FOTO: Andreas Schlichter
Elversberg. Zusammenarbeit mit dem SV Göttelborn soll Aufstiege bringen. Auch eine Nachwuchsabteilung soll gegründet werden. Heiko Lehmann

Nach dem Stadion-Um- und -Ausbau, der Neustrukturierung des Gesamtvereins und der Gründung eines Nachwuchsleistungszentrums hat die SV Elversberg gestern einen weiteren Meilenstein ihres strategischen Leitbildes vorgestellt. Ab sofort gibt es SV Elversberg – Frauenfußball. Es ist eine Zusammenarbeit zwischen dem SV Göttelborn, der bereits eine funktionierende Frauenabteilung hat, und der SV Elversberg, die die komplette Frauenabteilung des SV Göttelborn übernehmen wird.


„Wir arbeiten mit dem SV Göttelborn schon über viele Jahre im Jugendfußball zusammen und wollen nun diese gemeinsame Arbeit auch im Frauenfußball fortführen“, erklärt Marc Strauß, Vorstand Verwaltung und Vereinsentwicklung bei der SVE. „Es ist ein weiterer Baustein auf dem Weg, ein Verein für die ganze Familie zu sein und nicht nur für Männer zwischen 18 und 50 Jahren“, so Strauß weiter.

Der SV Göttelborn war auf Anhieb von der Idee begeistert. „Wir waren uns im Vorstand einig und bekamen auch eine positive Resonanz aus unserer Frauenmannschaft“, sagt Norbert Kelter, der zweite Vorsitzende des SV Göttelborn. Die Frauen des SVG stehen mit großem Vorsprung an der Spitze der Landesliga-Tabelle und werden sehr wahrscheinlich in die Verbandsliga, die höchste saarländische Frauenliga aufsteigen. „Ein weiterer Vorteil der Zusammenarbeit ist, dass unsere Talente bei uns bleiben. Ansonsten wären sie wohl zu höherklassigen Vereinen gegangen“, sagt Norbert Kelter weiter. Die Talente bleiben nicht nur, es kommen auch ganz viele dazu.



Denn die SV Elversberg hat Großes vor. „Unser großes Ziel ist die Frauen-Bundesliga. Es wird ein sehr harter Weg, aber der Verein hat ein richtig gutes Konzept und absolut professionelle Strukturen dafür entwickelt. Das deckt sich absolut mit meinen Vorstellungen“, sagt Kai Klankert. Der 40-Jährige wird der Abteilungsleiter Frauen-Fußball der SVE und Trainer der ersten Frauen-Mannschaft. Klankert besitzt die Trainer A-Lizenz, war sechs Jahre Mädchen- und Frauentrainer beim 1. FC Saarbrücken und trainiert aktuell die U15-Regionalligamannschaft des FC Homburg.

Stellvertretende Abteilungsleiterin und Topspielerin wird Selina Wagner. Die zweimalige Champions-League-Siegerin mit dem VfL Wolfsburg kehrt zurück ins Saarland und möchte bei dem Projekt Frauenfußball bei der SVE mithelfen. Neben der 27-Jährigen hat die SVE bereits zwei saarländische Toptalente für die kommende Saison verpflichtet. Aliya Diagne aus Kohlhof wechselt zur kommenden Saison aus der U16 des FC Homburg nach Elversberg. Und vom 1. FFC Niederkirchen (Pfalz) kommt Celine Wagner aus der 2. Bundesliga Süd zur SVE. Sie stammt aus Rohrbach. Weitere Neuzugänge werden in den kommenden Wochen und Monaten folgen.

Zwei Frauen-Mannschaften wird die SVE ab der kommenden Saison ins Rennen schicken. Eine in der Verbandsliga und eine in der Bezirksliga. Trainings- und Spielbetrieb wird auf der Sportanlage des SV Göttelborn sein. Im kommenden Jahr soll auch eine Nachwuchsabteilung Mädchenfußball der SVE folgen. Ein kleines Problem gibt es beim Projekt Frauenfußball das SVE allerdings noch. Der Saarländische Fußball-Verband hat auf seiner ersten Sitzung zu diesem Thema der Übernahme der Frauenabteilung des SV Göttelborn durch die SVE noch nicht zugestimmt und brauchte noch Beratungsbedarf. „Es gibt sechs Fälle aus der Vergangenheit, in denen der Verband genau dieses Vorhaben von uns bereits zugelassen hat. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir die Zusage auch bekommen“, sagt Marc Strauß.