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| 20:40 Uhr

DFB-Pokal
„Das größte Spiel in Deutschland“

Die unter Jupp Heynckes erstarkten Spieler des FC Bayern wollen noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um das Pokal-Viertelfinale zu erreichen.
Die unter Jupp Heynckes erstarkten Spieler des FC Bayern wollen noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um das Pokal-Viertelfinale zu erreichen. FOTO: Marijan Murat / dpa
München. Das Duell zwischen Bayern München und Borussia Dortmund überstrahlt das bevorstehende Achtel-finale im DFB-Pokal.

Selbst in der Dauerschleife hat die Rivalität nicht an Reiz verloren. Für Mats Hummels ist Bayern München gegen Borussia Dortmund auch vor dem siebten Pokalduell in sieben Jahren „das größte Spiel in Deutschland“. Bayern-Präsident Uli Hoeneß empfände es als Genuss, den „BVB rauszuhauen“. Und Dortmunds neuer Trainer Peter Stöger träumt insgeheim schon vom großen Coup.

Wenn der Rekordmeister morgen Abend (20.45 Uhr/ARD) den wiederbelebten Titelverteidiger zum Achtelfinale empfängt, trennen die Rivalen sportlich immer noch Welten – aber „in einem Spiel ist immer alles möglich“, wie BVB-Kapitän Sokratis anmerkte. „Wir müssen und wollen unbedingt gewinnen. Wenn wir das tun, können wir alle eine Woche entspannen“, sagte Bayerns Nationalspieler Joshua Kimmich.

Beim Höhepunkt vier Tage vor Heiligabend wollen die Münchner dafür sorgen, dass das Hochgefühl unter Trainer Jupp Heynckes anhält und mit in die entscheidenden Monate genommen werden kann. „Es ist das Ziel, den BVB rauszuhauen“, rief Hoeneß den Anhängern bei einem Fanclub-Besuch zu. Der Ausgang des Spiels, das schwant den Münchnern durchaus, trägt wesentlich zur Bilanz der ersten Saisonhälfte bei, auch wenn Heynckes das anders bewertet. „Das Pokalspiel spielt keine Rolle, die Mannschaft hat große Ambitionen und bisher Großartiges geleistet“, sagte der 72-Jährige.

Wenngleich die Münchner die Belastung spüren und sich nach der kurzen Pause über Weihnachten sehnen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir noch mal zulegen können. Wir haben noch Reserven“, sagte Heynckes, während Hummels ankündigte: „Es wird kein Problem, noch mal alle Kräfte zu mobilisieren.“

In Dortmund entsteht aber wieder so etwas wie Zuversicht, die vor allem Stöger transportiert. Der Österreicher hat die Schwarz-Gelben zumindest stabilisiert und will die kleine Chance gegen den FC Bayern beim Schopfe packen. „Ich weiß nicht, wie oft ich im Leben noch die Möglichkeit habe, ein Pokalfinale zu erreichen“, sagte er: „Am liebsten würde ich den Pott gewinnen.“

Beim BVB wurde der Zusammenhalt in den vergangenen Monaten auf eine harte Probe gestellt, und noch sind die Dortmunder längst nicht auf dem hohen Niveau der Vergangenheit. Das Weihnachtssingen am Sonntag hatte auch etwas von einem symbolischen Akt der Geschlossenheit. „Stöger kann eine Gruppe wieder zum Funktionieren bringen“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zufrieden.

Die Saison der Dauerrivalen lief bislang gegensätzlich. Der FC Bayern kam nur behäbig aus den Startlöchern, gipfelnd in der Entlassung von Carlo Ancelotti. Erst Heynckes verlieh Souveränität, Kreativität und die gewohnte Aura. Die jüngsten Auftritte wie das 1:0 beim VfB Stuttgart ließen aber eine gewisse Erschöpfung erkennen. „Wir müssen in der Offensive wieder mehr Einfälle haben“, betonte der viel gelobte Torhüter Sven Ulreich.

Dortmund schoss dagegen wie ein 100-Meter-Sprinter heraus, die Luft reichte aber nur für eine Kurzstrecke. Ex-Trainer Peter Bosz vermochte den Sinkflug nicht aufzuhalten. Dennoch steht der BVB sogar einen Zähler besser da als vor einem Jahr. Ein Sieg in München wäre ein unheimlicher Schub für die zweite Saisonhälfte. „Wir haben eine Chance“, sagte Nationalspieler Julian Weigl.