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Das erste von fünf Endspielen

Das erste von fünf Endspielen

Saarlouis. Für Handball-Zweitligist HG Saarlouis wird es ernst. Im Jahr zwei nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd steckt die Mannschaft von Trainer Andre Gulbicki mitten im Kampf um die Qualifikations-Plätze für die neue eingleisige 2. Liga

Saarlouis. Für Handball-Zweitligist HG Saarlouis wird es ernst. Im Jahr zwei nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd steckt die Mannschaft von Trainer Andre Gulbicki mitten im Kampf um die Qualifikations-Plätze für die neue eingleisige 2. Liga. Noch fünf Spiele stehen in der laufenden Spielzeit an - zwei davon gegen direkte Konkurrenten um den letzten direkten Qualifikations-Platz (Rang neun). Gegen den einen, den EHV Aue, geht es am Ostersamstag. Das Spiel findet ab 18.30 Uhr in der Erzgebirgshalle Lößnitz statt."So eine Saison habe ich noch nie erlebt. Wir stehen permanent unter Druck und können kaum Luft holen", versuchte HG-Trainer Andre Gulbicki Anfang der Woche zu beschreiben, in welcher Situation er und seine Mannschaft sich derzeit befinden. Saarlouis steht auf Platz elf - also ein Abstiegsplatz. Aue (10.) und der ThSV Eisenach (9.) haben zwei, der HC Erlangen (8.) drei Punkte Vorsprung. Gewinnen die Saarländer in Aue, könnten sie auf Grund des besseren Torverhältnisses an den Erzgebirglern vorbeiziehen. Zwei Wochen später ergibt sich - gleiche Ergebnisse aller Konkurrenten vorausgesetzt - die gleiche Möglichkeit beim ThSV Eisenach.

Bis es soweit ist, hat die HG allerdings noch einen schweren Weg vor sich, der am Samstag in Aue beginnt. Der EHV hat seine letzten acht Spiele gewonnen und dürfte in der eigenen Halle mit breiter Brust auftreten. Aus den letzten zwölf Spielen holte Aue 22:2 Punkte und ist die Mannschaft der Stunde.

Aber auch Saarlouis geht gestärkt in das so wichtige Duell. Der dramatische, aber sportlich verdiente Punktgewinn in letzter Sekunde gegen den Tabellen-Vierten HSG Düsseldorf (wir berichteten) hat der Mannschaft einen moralischen Schub gegeben, wie Kapitän Danijel Grgic, der den entscheidenden Siebenmeter zum 27:27 verwandelte, erklärt: "Klar ist so ein Erfolgserlebnis ganz wichtig. Wir haben uns damit selbst für eine tolles Spiel belohnt."

Am Karfreitag machte sich die Mannschaft auf in den Osten Deutschlands und ließ bei ihrer Fahrt keine Anspannung vor dem so genannten Schlüssel-Spiel aufkommen. "Noch haben wir Freizeit", berichtete der nahezu tiefenentspannte "Dado" Grigc aus dem Mannschaftsbus, "im Moment ist alles locker, wir spielen Karten und genießen das schöne Wetter. Die Anspannung wird dann wohl erst am Spieltag steigen."

Auch über den macht sich der Denker und Lenker des Saarlouiser Spiels keine allzu großen Sorgen: "Wenn wir so spielen wie in den vergangenen Wochen, dann werden wir das hinkriegen. Die sind nicht stärker als wir und bei solchen Spielen entscheiden die Tagesform oder der Siegeswille. Und wenn es um den Willen geht, da haben wir die Nase vorn." Wie es geht, zeigte Saarlouis im Hinspiel, als Aue mit einer 24:32-Packung nach Hause geschickt wurde.

Auf Einen Blick

Nach dem Spiel in Aue (10.) trifft die HG Saarlouis noch auf Groß-Bieberau (Tabellen-13.), Eisenach (9.), Haslach (14.) und Hüttenberg (2.) und hat damit das formal leichtere Restprogramm als ihre Konkurrenten, die sich noch in drei Spielen gegenseitig die Punkte wegnehmen werden. Aue trifft auf Eisenach, Hüttenberg, Erlangen (8.) und den Bergischen HC (1.), Eisenach muss gegen Bietigheim (4.), Aue, Saarlouis, Hüttenberg und Erlangen ran. Erlangen bekommt es mit Rheinhausen (16.), Groß-Umstadt (17.), Bietigheim, Aue und Eisenach zu tun. zen