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Das Ende einer schwarzen Serie

Das Ende einer schwarzen Serie

Mit dem ersten Heimsieg in einem Zweitligaspiel gelang den Basketballern des TV Saarlouis ein versöhnliches Ende einer schwierigen ersten Saisonhälfte in der ProB. Trotz der mageren Ausbeute bereut der Aufsteiger den Schritt ins Halbprofitum nicht.

Samstagabend, Stadtgartenhalle Saarlouis. Die Erleichterung ist fast schon mit Händen zu greifen. Sowohl auf dem Parkett als auch auf der mit 200 Zuschauern diesmal nur spärlich besetzten Tribüne. Mit einem 86:82 (34:35) gegen den TV Langen haben die Zweitliga-Basketballer des TV Saarlouis ihre Pleitenserie von neun Niederlagen endlich beendet. "Gerade für die Psyche war das extrem wichtig", pustete TVS-Manager Hanno Mouget nach dem erst zweiten Saisonsieg des Aufsteigers in der ProB kräftig durch. Mit 25 Punkten war Karl Moore bester Schütze der Gastgeber, gefolgt von Ricky Easterling (24).

Nach dem 96:90-Auftakterfolg in Speyer schließt der TVS die Hinrunde nach dem ersten Heimsieg in der 2. Liga überhaupt auf dem vorletzten Tabellenplatz ab. Sicher keine Bilanz, die zu Luftsprüngen anregt. Dennoch sieht sich Mouget bestätigt, nach dem Titelgewinn in der Regionalliga den Aufstieg gewagt zu haben. "Wenn man Meister wird und aufsteigen kann, sollte man die Chance auch wahrnehmen. Natürlich haben wir in Sachen Budget klare Nachteile, alleine wegen des Standorts. Wir wollten dem Team aber die Möglichkeit geben, in dieser starken Liga zu spielen, und den Zuschauern höherklassigen Basketball anbieten."

Einen Hauptgrund für die bislang magere Bilanz sieht Mouget in der Unterlegenheit unter dem Korb. "Man darf nicht vergessen, dass wir mit Steffen Behrens (beruflich nach Berlin, Anm. d. Red.) einen starken Spieler verloren haben. Er fehlt uns sehr." Auch wenn Saarlouis vor der Saison fünf Neuzugänge holte - ein adäquater Ersatz auf der Centerposition war nicht dabei. Zumindest bis jetzt nicht.

Gegen Langen deutete der vom TV Kirchheimbolanden gekommene Waldemar Nap aber an, dass er für den TV Saarlouis noch ganz wichtig werden kann. Der 2,02-Meter-Hüne kam in 16 Minuten Einsatzzeit auf immerhin 13 Punkte. "Er hat Riesenpotenzial und wird von Spiel zu Spiel stärker. Das gibt uns Hoffnung", sagt Mouget.

Ein Gewinn für die Royals ist auf jeden Fall auch Karl Moore. Der US-Amerikaner mit dem Ziegenbärtchen ist bereits ein Publikumsliebling und mit im Schnitt 18,3 Punkten hinter der Saarlouiser Institution Ricky Easterling (20,1) zweitbester Korbjäger.

Bloochy Valbrun, der zweite amerikanische Neuzugang, habe sich dagegen noch nicht wie erhofft akklimatisiert. Das gilt auch für Alexander Goolsby, der vom MJC Trier kam. Mouget will nun versuchen, den Kader weiter zu verstärken: "Ich hoffe, dass wir mit Hilfe von Sponsoren noch etwas in dieser Richtung tun können."