| 21:10 Uhr

Fußball-WM in Russland
Das deutsche WM-Spielerzeugnis

Kaum jemand wusste bei der WM in Russland zu überzeugen – im Gegenteil.

Manuel Neuer: Die WM-Teilnahme des Kapitäns war nach langer Verletzungspause eine Punktlandung. In den ersten beiden Begegnungen spielte Neuer, als sei er nie weg gewesen. Gegen Südkorea erlaubte er sich einen Wackler. Note: 3


Marc-André ter Stegen und Kevin Trapp: Die Nummer zwei und drei im deutschen Tor kamen nicht zum Einsatz. keine Note



Joshua Kimmich: Überzeugte nur gegen Schweden. Gegen Mexiko und Südkorea mit ungewohnten Ballverlusten und unpräzisem Spiel. Note: 4

Mats Hummels: Der Münchner war der einzige Feldspieler, dem man gegen Südkorea anmerkte, dass er unbedingt wollte. Im ersten Spiel gegen Mexiko aber auch nicht fehlerfrei. Note: 3

Jérôme Boateng: Wurde von seinen Vorderleuten häufig im Stich gelassen. Flog gegen Schweden mit der Ampelkarte vom Platz. Note: 4

Jonas Hector: Fehlte bei der Auftaktpleite erkrankt, spielte danach unauffällig. Den Nachweis großer internationaler Klasse blieb der Linksverteidiger aus Auersmacher schuldig. Note: 4

Marvin Plattenhardt: Der Berliner vertrat Hector im ersten Spiel als Linksverteidiger. Die Nervosität war ihm dabei anzumerken. Note: 4

Niklas Süle: Feierte gegen Südkorea sein WM-Debüt. Agierte dabei durchaus solide. Note: 3

Antonio Rüdiger: Vertrat Hummels gegen Schweden. Erlaubte sich dabei einige Nachlässigkeiten. Note: 4

Matthias Ginter: Der Weltmeister ohne Einsatz war auch in Russland nur Bankdrücker. keine Note

Sami Khedira: Nur noch ein Schatten vergangener Tage und eines der Gesichter des deutschen Absturzes. Versteckte sich teilweise. Note: 6

Toni Kroos: Sein Geniestreich gegen Schweden gab dem deutschen Team kurzzeitig Hoffnung. Insgesamt kam vom Champions-League-Sieger aber viel zu wenig. Note: 4,5

Ilkay Gündogan: Die Erdogan-Affäre hallte bei ihm nach. Nach seiner Einwechslung gegen Schweden kein Faktor. Note: 5

Sebastian Rudy: Verlieh dem deutschen Spiel gegen Schweden anfangs Stabilität. Dann brach er sich das Nasenbein und wurde gegen Südkorea schmerzlich vermisst. Note: 3

Leon Goretzka: Erhielt gegen Südkorea seine Chance und nutzte sie nicht. Der künftige Münchner agierte zaghaft und zögerlich. Note: 5

Thomas Müller: Müller spielt immer. Dieser Satz galt bis zum Gruppenfinale, da wurde er nur eingewechselt. Der Münchner kam überhaupt nicht ins Turnier und sorgte nicht einmal ansatzweise für Torgefahr. Note: 6

Julian Draxler: Wenig Licht, viel Schatten: Der Confed-Cup-Kapitän drückte dem deutschen Spiel keinen Stempel auf. Note: 5

Marco Reus: Brachte nach seiner Einwechslung gegen Mexiko Schwung, ein Lichtblick gegen Schweden. Einziger deutscher Torschütze aus dem Feld heraus. Tauchte gegen Südkorea aber völlig ab. Note: 4

Mesut Özil: Wie bei Gündogan: Schüttelte die Erdogan-Affäre nie ab. Nutzte auch seine zweite Chance gegen Südkorea nicht. Note: 5

Mario Gomez: Löws Joker. Traf bei drei Einwechslungen aber kein einziges Mal. Die positiven Ansätze gegen Schweden waren zu wenig. Note: 4,5

Julian Brandt: Traf nach seinen Einwechslungen gegen Mexiko und Schweden den Pfosten. Gegen Südkorea konnte er nicht mehr viel bewirken. Note: 3

Timo Werner: Gute Ansätze, doch als deutscher Stürmer Nummer eins noch überfordert. Note: 4