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Die nächste Goldmedaille
Das deutsche Team erlebt ein goldenes Rodel-Finale

Goldiges Quartett (v. l.): Natalie Geisenberger, Johannes Ludwig, Tobias Wendl und Tobias Arlt.
Goldiges Quartett (v. l.): Natalie Geisenberger, Johannes Ludwig, Tobias Wendl und Tobias Arlt. FOTO: Tobias Hase / dpa
Pyeongchang. (dpa) Zwei Urschreie von Cheftrainer Norbert Loch hallten durch den Olympic Sliding Centre in Pyeongchang, als die Rodel-Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt ins Ziel gerauscht waren und das deutsche Quartett zum olympischen Gold im Teamwettbewerb geführt hatten. Natalie Geisenberger, Johannes Ludwig und Wendl/Arlt wiederholten am Donnerstag den Olympiasieg bei der damaligen Premiere in Sotschi 2014 und sorgten nun auch in Südkorea für einen goldenen Abschluss. „Es ist sensationell, was wir erreicht haben. Das ist viel mehr, als wir erwartet haben“, sagte Loch, der stolz mit den Fingern die Sechs anzeigte. Für die deutschen Rodler war es die sechste Medaille der Wettbewerbe. „Wir haben uns akribisch vorbereitet. Vier Jahre ist eine lange Zeit. Wenn es zum Schluss aufgeht, muss man es rauslassen“, erklärte Loch.

Vor dem Staffel-Sieg hatte Ludwig Bronze im Männer-Einzel geholt, bei den Frauen hatte es Gold für Geisenberger und Silber für Dajana Eitberger gegeben. Im Doppelsitzer hatten Wendl/Arlt gesiegt, Dritte wurden Toni Eggert/Sascha Benecken. Deutschland ist damit wie in Sotschi die erfolgreichste Rodel-Nation. Damals hatten die deutschen Kufen-Asse sogar alle vier Goldmedaillen gewonnen. Nur der folgenschwere Patzer von Felix Loch auf dem Weg zu Gold verhinderte diesmal den erneuten goldenen Vierer-Pack. Durch ihre beiden Erfolge in Pyeongchang stiegen Natalie Geisenberger aus Miesbach und die Berchtesgadener Wendl und Arlt mit vier Goldmedaillen zu den erfolgreichsten Olympioniken in ihrer Sportart auf und lösten Georg Hackl (drei Olympia-Siege) ab.