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Das bittere Aus des 1. FC Saarbrücken

Das bittere Aus des 1. FC Saarbrücken

Saarbrücken. Am Ende hat es dann doch nicht gereicht. Mit 0:3 hat der 1. FC Saarbrücken-Tischtennis das Rückspiel in der Champions League bei UMMC Ekaterinburg verloren und ist damit ausgeschieden

Saarbrücken. Am Ende hat es dann doch nicht gereicht. Mit 0:3 hat der 1. FC Saarbrücken-Tischtennis das Rückspiel in der Champions League bei UMMC Ekaterinburg verloren und ist damit ausgeschieden. Trotz des überraschenden 3:0-Hinspielsiegs der Saarbrücker steht Ekaterinburg aufgrund des besseren Satzverhältnisses im rein russischen Endspiel gegen Fakel Orenburg, das sich im zweiten Halbfinale, wie schon im Hinspiel, mit 3:2 gegen Chartres ASTT durchsetzte. Der FCS kann sich trösten, dass er trotzdem eine herausragende Saison auf internationalem Parkett gespielt hat und zu den besten vier Mannschaften Europas gehört."Natürlich sind wir jetzt niedergeschlagen. Aber wir haben wirklich gekämpft und in diesem Hexenkessel alles gegeben. Wir haben alles versucht und uns nichts vorzuwerfen", sagte FCS-Betreuer Mathias Landfried im Anschluss an die Partie, bei der Bojan Tokic die große Chance ausließ, den alles entscheidenden Punkt zu machen. Drei Matchbälle hatte Tokic bei einer 2:1-Satzführung und 10:7 im vierten Satz gegen Alexander Shibaev, konnte diese aber nicht verwerten. "Bei 10:7 kann man auch gewinnen. Dann wäre die Sache durch gewesen", sagte der sportliche Leiter des FCS, Erwin Berg. Enttäuscht sei er "überhaupt nicht", fügte Berg hinzu, räumte aber auch ein, dass es "sehr schade" sei, so knapp vor dem Ziel noch gestoppt worden zu sein.

In der ersten Partie des Tages bekam es Saarbrückens Joao Monteiro mit dem chinesischen Abwehrspieler Hou Yingchao zu tun, den er im Hinspiel überraschend mit 3:1 bezwungen hatte. Am Samstag wurde Hou allerdings seiner Favoritenrolle gerecht, gewann gegen den Portugiesen, der nervös agierte, mit 3:1 und brachte sein Team mit 1:0 in Front. Danach kam es zum Aufeinandertreffen von Tokic und Shibaev, das der Russe im fünften Satz für sich entschied und das 2:0 für den Favoriten herstellte.

Nach der Pause hatte dann Bastian Steger, der aus taktischen Gründen auf Position drei spielte, die Chance, gegen den Europameister von 2009, den Dänen Michael Maze, den für die Final-Qualifikation nötigen Punkt zu holen. Selbst eine 2:3-Niederlage hätte gegebenenfalls reichen können, da bei dann gleichem Satzverhältnis die einzelnen Punkte aus Hin- und Rückspiel gezählt hätten. Doch der Saarbrücker Topspieler unterlag mit 0:3, und der Traum vom Champions-League-Endspiel war für die Saarländer ausgeträumt.

"Die Saison geht weiter", sagte Berg mit Verweis auf die deutliche Tabellenführung in der Bundesliga, wo der FCS die Chance hat, nach dem Pokalsieg im Januar den zweiten Titel der Saison einzufahren. "Ich hoffe, dass die Spieler jetzt keinen Knacks bekommen haben. Ich werde in den nächsten Tagen mit ihnen reden", sagte der 71-Jährige. rti