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Das Allheilmittel fehlt

Das Allheilmittel fehlt

Kaiserslautern. 2291 Mitglieder waren gestern Abend im Fritz-Walter-Stadion zur außerordentlichen Mitgliederversammlung des 1. FC Kaiserslautern gekommen. Es sollte darum gehen, die Abstiegssaison in der Fußball-Bundesliga mit dem schwachen Auftreten der Mannschaft zu verarbeiten, aber auch die Fehlentscheidungen in der sportlichen Führung, die mit zu diesem Auftreten geführt haben

Kaiserslautern. 2291 Mitglieder waren gestern Abend im Fritz-Walter-Stadion zur außerordentlichen Mitgliederversammlung des 1. FC Kaiserslautern gekommen. Es sollte darum gehen, die Abstiegssaison in der Fußball-Bundesliga mit dem schwachen Auftreten der Mannschaft zu verarbeiten, aber auch die Fehlentscheidungen in der sportlichen Führung, die mit zu diesem Auftreten geführt haben."Es geht darum, das Risiko für solche Entscheidungen zu reduzieren", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Rombach in seinem Bericht. Der Vorstands-Vorsitzende Stefan Kuntz hielt eine phasenweise hochemotionalen Rede, gestand Fehler ein, wehrte sich aber auch gegen Gerüchte, die in den vergangenen Wochen immer wieder aufgekommen waren, gerade im Bezug auf eventuelle Mit-Verdienste an Spielertransfers und kündigte für die Zukunft rechtliche Konsequenzen an: "Diese Behauptungen sind unwürdig."

Sportlich seien mehrere Fehlentscheidungen zusammengekommen: "Das Allheilmittel fehlt mir auch. Aber wir müssen einfach noch mehr dabei sein, noch mehr auf den Charakter und die Integration der Spieler Wert legen." Dabei wird für die kommende Zweitliga-Saison mit einem Etat knapp über dem der vergangenen Saison vor dem Aufstieg geplant. Für die Lizenzspieler bedeutet das einen Etat von ungefähr 11 Millionen Euro. "Wir können mit einem stärkeren Kader planen, als in der Aufstiegssaison", kündigte Finanz-Vorstand Fritz Grünewalt an. jbö