Das Abenteuer Bundesliga beginnt

Das Abenteuer Bundesliga beginnt

Los geht's: Die A- und B-Junioren des 1. FC Saarbrücken starten am Samstag in die jeweilige Saison der Fußball-Bundesliga. Beide Teams seien gut vorbereitet, erklärt das neue Team hinter den beiden Mannschaften.

A-Junioren-Trainer Bernd Rohrbacher ist optimistisch.

Wenn am Sonntag die U17 und die U19 des 1. FC Saarbrücken in die jeweilige Fußball-Junioren-Bundesliga starten, ist für Stephan Kling und Martin Forkel die erste Etappe ihrer Arbeit abgeschlossen. "Wir sind jetzt seit sieben Wochen im Amt, und es ging zunächst einmal darum, das Tagesgeschäft zu ordnen", erklären die beiden Nachwuchskoordinatoren, "wir mussten zunächst Trainings- und Spielorte finden, dies mit dem DFB koordinieren".

Die U17 wird ihre Heimspiele künftig im FC-Sportfeld austragen, die U19 hat in Quierschied eine neue Heimspielstätte gefunden. Weil dies aber lange nicht klar war, startet die A-Jugend mit drei Auswärtsspielen in die Saison - sicher kein Vorteil bei der schweren Aufgabe. "Die Chancen für den Klassenverbleib sind bei beiden Mannschaften durchaus realistisch", glaubt Kling: "An die etablierten Mannschaften kommt man als Aufsteiger, dessen erste Mannschaft gerade einmal Regionalliga spielt, nicht ran. Es ist immer so, dass vier oder fünf Teams gegen den Abstieg spielen." Der FCS will drei Vereine hinter sich lassen.

Forkel und Kling sprechen über den Zeitdruck der vergangenen Wochen. Und über die Hilfe, die sie von den in der Jugendarbeit erfahrenen Petra Tjaden und Peter Jene bekommen haben, nachdem der bisherige Jugendleiter Jan Berger zurückgetreten ist. Berger arbeitet mittlerweile als Scout im Jugendbereich des 1. FC Kaiserslautern .

"Bislang war keine Zeit, viel an den Strukturen zu arbeiten", sagt Kling, der als Jugendspieler miterlebt hat, wie beim FC Bayern das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) aufgebaut wurde und nach seiner Karriere bei der Verbesserung des NLZ in Kaiserslautern selbst mitwirkte. Einige Sachen habe man beim FCS angestoßen. So läuft die positionsbezogene Kaderplanung im Jugendleistungsbereich bereits für die kommende Spielzeit.

In der Nachmittagsbetreuung wird mit U12-Trainer Sebastian Nowack ein ausgebildeter Lehrer mitarbeiten. Dazu beschreitet der FCS mit Hilfe von Handballer Andreas Birk auch neue Wege. "Andreas ist Gestalt-Therapeut", erklärt Kling: "Er soll künftig zusätzlicher Ansprechpartner sein, auch bei Dingen außerhalb des Fußballs. Wir denken da beispielsweise an Schul- oder Motivationsprobleme."

Die dürften am Sonntag keine Rolle spielen. Denn Mannschaften und Trainer sind heiß auf den Bundesliga-Start. Für beide Teams heißt der Gegner Eintracht Frankfurt , beide Spiele beginnen um 13 Uhr. "Frankfurt hat sein DFB-Pokalspiel gegen Cottbus verloren, aber wir wissen alle noch nicht, wo wir stehen", sagt U19-Trainer Bernd Rohrbacher vor dem Auftritt in der Main-Metropole und meint: "Wir haben wegen der Ferienzeit das Training nochmals intensiviert, aber es wird sicher ein Herantasten an die Liga."

Die U17 hofft im FC-Sportfeld auch auf zahlreiche Zuschauer und lautstarke Unterstützung. "Wir alle verspüren ganz große Vorfreude, es ist doch etwas Einzigartiges, Bundesliga zu spielen", sagt Trainer Michael Petry, "die Jungs haben hart gearbeitet, wir sind gerüstet".

Mit Eintracht Frankfurt komme ein Gegner, den viele Experten in dieser Saison zum erweiterten Favoritenkreis der Liga zählen. "Sie haben sehr schnelle, gefährliche Spieler - aber die haben wir auch", versprüht Petry Optimismus, "es ist unser erstes Heimspiel und das wollen wir auch gewinnen".