Dänemark will den Japan-Riegel mit "Luft-Angriffen" knacken

Rustenburg. Dänische "Luftangriffe" gegen den japanischen Abwehrriegel - so lautet das Motto des Vorrunden-Endspiels in der Gruppe E heute um 20.30 Uhr (ZDF) in Rustenburg. Dänemarks Trainer Morten Olsens muss gegen die punktgleichen Asiaten aufgrund der schlechteren Tordifferenz unbedingt gewinnen, um mit seiner Elf ins Achtelfinale der Fußball-WM in Südafrika einzuziehen

 Dänemarks Stürmerstar Nicklas Bendtner kündigt gegen Japan ein Flanken- und Kopfball-Festival an. Foto: dpa

Dänemarks Stürmerstar Nicklas Bendtner kündigt gegen Japan ein Flanken- und Kopfball-Festival an. Foto: dpa

 Rustenburg. Dänische "Luftangriffe" gegen den japanischen Abwehrriegel - so lautet das Motto des Vorrunden-Endspiels in der Gruppe E heute um 20.30 Uhr (ZDF) in Rustenburg. Dänemarks Trainer Morten Olsens muss gegen die punktgleichen Asiaten aufgrund der schlechteren Tordifferenz unbedingt gewinnen, um mit seiner Elf ins Achtelfinale der Fußball-WM in Südafrika einzuziehen. Sein Stürmerstar Nicklas Bendtner kündigt ein Flanken- und Kopfball-Festival an: "Wir müssen Tore schießen, dazu wollen wir unsere Größenvorteile ausnutzen."

Olsen bangt jedoch noch um den Einsatz des 1,94 Meter großen Profis vom FC Arsenal, der seine Leistenbeschwerden trotz seines Tores beim 2:1 gegen Kamerun nicht völlig überwunden hat. Die Japaner haben sich bislang auf eine solide Hintermannschaft verlassen können. Sowohl gegen Kamerun (1:0) als auch gegen die in der Gruppe nach zwei Siegen bereits qualifizierten Niederlande (0:1) ließ die Abwehr um den geborenen Brasilianer Marcus Túlio Tanaka kaum Torchancen zu. Mit nur 15 Torschüssen in den zwei ersten WM-Partien haben sich die Asiaten als vorsichtigste Mannschaft des Turniers erwiesen. Vorne lauert nur Honda auf Chancen.

Trainer Takeshi Okada beteuert allerdings, dass er seinen Schützlingen keine "Mauertaktik" verordnen wird. "Wir wissen, dass uns ein Unentschieden zum Weiterkommen reicht. Aber damit will sich bei uns niemand zufriedengeben. Jeder bei uns ist davon überzeugt, dass wir gewinnen", tönte Okada ganz unjapanisch. Man habe viele Spiele der Dänen gesehen und kenne den Gegner sehr gut.

Hinter Serbien (1,86 Meter) hat Dänemark mit einem Durchschnitt von 1,85 Metern die zweitlängste Mannschaft der WM, die "Blauen Samurai" rangieren mit 1,79 Metern dagegen unter ferner liefen. Die Gefahren kennt Okada. "Wir haben deshalb Standardsituationen trainiert", verrät er. Er setzt neben Tanaka auch auf den linken Außenverteidiger Nagatomo, der den Dänen Dennis Rommedahl stoppen werde. "Nagatomo kann das, er hat schon den Kameruner Samuel Eto'o und den Niederländer Eljero Elia ausgeschaltet", glaubt der Trainer der Japaner.

Bei den Dänen herrscht aber mindestens so viel Optimismus wie bei den Japanern. Neben Bendtner ("Ich spiele gegen Japan so oder so, selbst wenn meine Verletzung schlimmer wird") und Rommedahl soll Kapitän Jon Dahl Tomasson von Feyenoord Rotterdam für den nötigen Offensiv-Druck sorgen. Man sei sehr entspannt und zuversichtlich, versicherte Bendtner. Dänemark will bei seiner vierten WM-Teilnahme nach 1986, 1998 und 2002 zum vierten Mal die K.o.-Runde erreichen. Aber Bundesliga-Legionär Makoto Hasebe vom VfL Wolfsburg warnt den Gegner aus Europa: "Wir werden von Spiel zu Spiel besser", sagt er und schaut zuversichtlich. dpa