Handball-WM Jedes Tor zählt im Dreikampf um die zwei Halbfinalplätze

Kopenhagen · Dänemark, Schweden und Norwegen rechnen.

Nach der verpassten Vorentscheidung der Schweden gegen Norwegen (27:30) begann im hohen Norden das große Rechnen. Ein Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied im alles entscheidenden Hauptrundenspiel gegen Dänemark, bei hoher Trefferzahl reichen möglicherweise schon zwei: So können es Schwedens Handballer doch noch ins WM-Halbfinale schaffen, wenn sie am heutigen Mittwochabend (20.30 Uhr) in Herning auf den Co-Gastgeber treffen. Auch das deutsche Team dürfte sich das Spiel ganz genau anschauen – es geht schließlich um den möglichen Halbfinalgegner.

Eigentlich hätte alles so schön einfach sein können: Bei einem Sieg gegen Norwegen wäre Schweden und auch Dänemark für die Vorschlussrunde qualifiziert gewesen. Jetzt ist es anders: Dänemark rechnet, Schweden rechnet, Norwegen rechnet – und am Ende können es nur zwei ins Halbfinale schaffen. Mehr Spannung geht nicht.

Der Frust der Schweden war groß nach der verkorksten Partie gegen Norwegen. „Absolut unser eigener Fehler“, sagte Linksaußen Hampus Wanne: „Besonders der Start in die zweite Hälfte war nicht in der Nähe von dem, was man braucht, um in ein Halbfinale zu kommen.“

Nun zählt im direkten Vergleich der drei Teams jedes Tor. Dänemark reicht eine Niederlage mit maximal vier Toren zum Weiterkommen. Die Schweden müssen mit mindestens drei Toren bei niedriger Trefferzahl oder zwei Toren bei mehr als 30 Treffern gewinnen, um gemeinsam mit Dänemark ins Halbfinale einzuziehen. Bei einem aus schwedischer Sicht schlechteren Ergebnis ist der Weg für Dänemark und Norwegen frei – vorausgesetzt, die Norweger gewinnen zuvor gegen Ungarn.