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„Da wird die Hölle los sein“

„Da wird die Hölle los sein“

Im Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Badminton greift der BC Bischmisheim an diesem Donnerstag um 18 Uhr in Berlin nach seinem sechsten Titel. Doch der Gegner ist ein richtig harter Brocken.

Dass es am Donnerstag um 18 Uhr ein "ganz enges Höschen wird", wie der Bischmisheimer Dieter Domke das Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft gegen EBT Berlin bezeichnete, ist sicher. Bei Badminton-Bundesligist 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim muss im Sportforum Berlin-Hohenschönhausen alles passen, wenn sie den amtierenden deutschen Meister schlagen wollen. "Da wird die Hölle los sein", ahnt BCB-Teamkapitän Michael Fuchs.

Zum Finale erwarten die Berliner 2000 Zuschauer. "Die werden nicht uns anfeuern", weiß Fuchs und schiebt die Favoritenrolle den Gastgebern zu, die sich zum dritten Mal in Folge den Titel sichern können. "Sie haben es geschafft, fast immer in Bestbesetzung aufzulaufen", erklärt Fuchs. Fast immer. In der Rückrunde nahmen die Berliner sogar ohne die Weltranglisten-Vierte Juliane Schenk einen Punkt aus Saarbrücken mit. Im Finale wird Schenk spielen. Ein schwerer Brocken für Olga Konon, auch wenn sie Schenk schon besiegt hat und pünktlich zum Finale in Topform ist, wie ihr Sieg bei den Denmark International am vergangenen Sonntag zeigt.

Eines der Schlüsselspiele wird wohl das Damendoppel von Konon und der Schwedin Emma Wengberg gegen Schenk und der Niederländerin Lotte Jonathans sein, das zu Beginn der Partie ausgetragen wird. "Ich traue den Mädels alles zu", setzt Fuchs Hoffnungen auf einen guten Start. Er selbst will mit Johannes Schöttler im Herrendoppel punkten. Dieter Domke wird im ersten Herreneinzel spielen, der zweite Einzelspieler ist noch offen. Team-Manager Thomas Tesche hat die Wahl zwischen dem talentierten Lukas Schmidt oder dem routinierten Marcel Reuter. Bei der Ausgeglichenheit der Mannschaften ist es gut möglich, dass erst das letzte Spiel des Abend, das Mixed von Kapitän Fuchs und Wengberg, die Entscheidung bringen wird.

Nach 2006, 2007, 2008, 2009 und 2010 sind die Saarbrücker heiß auf ihren sechsten Titel - und brennen auf die Revanche für das bittere 1:5 im DM-Finale 2012 zuhause gegen Berlin. Dieser Stachel sitzt noch tief. "Der Pokal war nur eine Leihgabe", sagt Bischmisheims Vereinspräsident Frank Liedke, "höchste Zeit, dass er wieder nach Saarbrücken kommt."

Ein Pluspunkt könnte der Teamgeist sein. "Wir sind eine eingeschworene Truppe", sagt Dieter Domke. Ein besonderer Geist, der sich in einer Saison mit Höhen und Tiefen noch verstärkt hat, denn die Finalteilnahme musste sich der BCB hart erkämpfen. "Als Mannschaft hat uns das noch mehr zusammengeschweißt", sagt Fuchs. "Berlin wird uns von Anfang an unter Druck setzen. Aber unsere besten Spiele liefern wir ab, wenn wir mit dem Rücken zu Wand stehen und nur nach vorne gehen können."