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Coronavirus sorgt für Absage der German Open im Badminton

Kostenpflichtiger Inhalt: Badminton : Coronavirus sorgt für Absage der German Open

Das wichtige Turnier in Mülheim an der Ruhr in der kommenden Woche, das zur Olympia-Qualifikation zählt, wird von der Stadt abgeblasen.

Nun hat der Coronavirus also auch den Sportbetrieb in Deutschland erwischt. Die Stadt Mülheim an der Ruhr hat die German Open abgesagt, die von 3. bis 8. März in der nordrhein-westfälischen Stadt hätten stattfinden sollen. Das teilte der Deutsche Badminton-Verband (DBV) am Mittwoch mit.

Die German Open sind mit 170 000 US-Dollar dotiert und gelten als das hochwertigste internationale Turnier in Deutschland, das Jahr für Jahr die Topstars der Szene anlockt. So wollten in der kommenden Woche Olympiasiegerin und Dreifach-Weltmeisterin Carolina Marín (Spanien) ebenso in Mülheim aufschlagen wie ein Großteil der Weltklassespieler aus China, Japan, Thailand, Südkorea und weiteren asiatischen Staaten. 250 Spieler und etwa 7000 Zuschauer aus aller Welt wurden erwartet. „Nach ärztlicher Beratung und einem Abwägungsprozess haben wir die Veranstaltung abgesagt“, begründete Mülheims Sport-und Gesundheitsdezernent Marc Buchholz diese „schwere“ Entscheidung.

Die Stadt Mülheim „handelte auf Empfehlung des Gesundheitsamtes“, hieß es in einer Mitteilung des DBV, „derzeit wird seitens der Organisatoren eine Verschiebung erwogen.“ Am Dienstag war in Nordrhein-Westfalen erstmals das Coronavirus bei einem männlichen Patienten nachgewiesen worden. Der Mann aus dem Kreis Heinsberg an der niederländischen Grenze ist am Virus Sars-CoV-2 erkrankt und wird derzeit in der Universitätsklinik in Düsseldorf behandelt.

Die Absage des Turniers in Mülheim trifft auch die Nationalspieler vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und ihre Kollegen, die am Olympiastützpunkt in Saarbrücken leben und trainieren. Isabel Herttrich, Marvin Seidel und Peter Käsbauer vom BCB sollten in Mülheim eigentlich Jagd auf weitere Punkte in der Olympia-Qualifikation machen.

Auch vor dem Amateurfußball in Nordrhein-Westfalen macht der Coronavirus nicht Halt. So ist bei den Amateurfußballern des FC Wegberg-Beeck wegen der Ausbreitung des Virus der Trainings- und Spielbetrieb untersagt worden. Die Vermeidung von Menschenansammlungen ist nach Angaben des Clubs aus dem Kreis Heinsberg Grund für das Verbot. Die weitere Entwicklung hänge von der Entscheidung des Krisenstabes des Kreises ab. Die erste Männermannschaft des Clubs ist Tabellenführer in der fünftklassigen Mittelrheinliga.

Unterdessen gab es am Mittwoch weitere Absagen im weltweiten Sport. Wegen der Gefahren für Sportler und Zuschauer hat der Eislauf-Weltverband ISU die für Mitte März geplanten Shorttrack-Weltmeisterschaften der Eissprinter in Südkoreas Hauptstadt Seoul gestrichen. Ob sie nachgeholt oder verlegt wird, steht noch nicht fest. Zudem findet das für den 7. März in Dublin angesetzte Six-Nations-Spiel zwischen den Rugby-Teams von Gastgeber Irland und Italien nicht statt. Mit der Absage soll eine Verbreitung des Virus durch einreisende italienische Fans verhindert werden.