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Contador will mit Lügendetektor-Test punkten

Contador will mit Lügendetektor-Test punkten

Lausanne. Alberto Contador hat bei der Anhörung vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas mit Hilfe eines Lügendetektor-Tests zu punkten versucht. Angeblich stützen Erkenntnisse daraus die These des dreimaligen Tour-de-France-Gewinners

Lausanne. Alberto Contador hat bei der Anhörung vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas mit Hilfe eines Lügendetektor-Tests zu punkten versucht. Angeblich stützen Erkenntnisse daraus die These des dreimaligen Tour-de-France-Gewinners. Der Radprofi behauptet, dass sein positiver Clenbuterol-Befund aus dem Jahr 2010 durch unwissentlichen Verzehr von kontaminiertem Fleisch und nicht durch bewusstes Doping zustande gekommen ist. Ebenso soll der Test nachgewiesen haben, dass er keine unerlaubte Bluttransfusion vorgenommen hatte.Wie die spanische Sporttageszeitung AS meldet, haben zwei Experten ein Gutachten vorgestellt. Demnach habe sich Contador keine Bluttransfusion zugeführt. Der Spanier behauptet, er sei am 3. Mai freiwillig in Kalifornien bei Spezialist Louis Rovner gewesen, um den Test vorzunehmen, der laut Rovner eine Genauigkeit "von 96 Prozent" habe. Contadors Verteidigung habe diese Bestätigung vor dem Cas per Video vorgeführt.

Der Argumentation der Contador-Seite entgegen stehen die im Urin des 28-Jährigen gefundenen Spuren von sogenannten Plasticizern. Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada und der Radsportweltverband UCI sehen durch diese Kunststoff-Rückstände ihre Theorie der unerlaubten Bluttransfusion gestützt. Bei einer Kontrolle am 20. Juli 2010 sei das Niveau der Plasticizer laut der Tageszeitung El Pais auf 478 Nanogramm angestiegen. Am 21. Juli, als der Clenbuterol-Befund festgestellt wurde, sei der Wert dann auf 52 Nanogramm zurückgegangen.

Bei einem Freispruch für Contador droht die Einordnung von Clenbuterol als Dopingmittel infrage gestellt zu werden. Wird er schuldig gesprochen, droht ihm die Aberkennung seines Tour-Titels 2010 sowie des Sieges beim Giro d'Italia 2011. Ein Urteil wird im Januar 2012 erwartet. sid