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Chaos im größten Jubel

Chaos im größten Jubel

Das 2:2 reichte Düsseldorf im Relegations-Rückspiel gegen Hertha BSC, um den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga zu sichern. Doch der Erfolg der Fortuna drohte in den Krawallen der Fans unterzugehen.

Düsseldorf. Ein Platzsturm und mehrere Spielunterbrechungen wegen gezündeter Pyrotechnik haben den Bundesliga-Aufstieg von Fortuna Düsseldorf überschattet. Das Team von Trainer Norbert Meier kehrte mit einem 2:2 (1:1)-Unentschieden gegen Hertha BSC am Dienstagabend nach 15 Jahren in die oberste deutsche Spielklasse zurück. Das Hinspiel hatten die Rheinländer mit 2:1 gewonnen. Hertha BSC steht nach dem sechsten Abstieg der Vereinsgeschichte vor den Scherben einer Saison.Maximilian Beister (1.) und Ranisav Jovanovic (59.) trafen vor 51 000 Zuschauern in der ausverkauften Düsseldorfer Arena für die Rheinländer, für Berlin glichen Änis Ben-Hatira (22.) und Raffael (85.) aus.

Hertha-Trainer Otto Rehhagel hatte für einige Überraschungen gesorgt. Als eine von drei Änderungen spielte Kapitän Andre Mijatovic, der monatelang nicht zum Einsatz gekommen war. Tunay Torun und Andreas Ottl hatte der frühere Meister-Trainer gar nicht mit nach Düsseldorf genommen. Doch es hätte kaum schlimmer beginnen können. Nach nur 25 Sekunden traf Beister zur Düsseldorfer Führung. Rehhagels einstiger Schüler Norbert Meier legte wie im Hinspiel Wert auf eine kompakte Defensive und überließ Berlin die Spielgestaltung. Die Folge: Nach einem Freistoß glich Ben-Hatira aus.

Eben jener Ben-Hatira verlor in der zweiten Hälfte die Nerven und sah nach einem brutalen Einsteigen gegen Adam Bodzek in der 54. Minute die Gelb-Rote Karte. Fünf Minuten später brachte der zur Pause eingewechselte Jovanovic per Kopf die Fortunen in Führung.

 Sascha Rösler war für viele die Reizfigur in der 2. Liga: Der Düsseldorfer Stürmer sorgte nicht nur mit Toren für Aufsehen, sondern auch mit provokativen Gesten und Worten. Foto: Stratenschulte/dpa
Sascha Rösler war für viele die Reizfigur in der 2. Liga: Der Düsseldorfer Stürmer sorgte nicht nur mit Toren für Aufsehen, sondern auch mit provokativen Gesten und Worten. Foto: Stratenschulte/dpa
 Ein Spiel, das völlig außer Kontrolle geriet. Doch nicht nur Rauchbomben und Bengalische Feuer aus den Fanblöcken ließen die Bundesliga-Relegation zu einer Eskalation werden. In der Nachspielzeit stürmten Massen an Fußball-Anhängern das Spielfeld der Esprit Arena. Foto: Becker/dpa
Ein Spiel, das völlig außer Kontrolle geriet. Doch nicht nur Rauchbomben und Bengalische Feuer aus den Fanblöcken ließen die Bundesliga-Relegation zu einer Eskalation werden. In der Nachspielzeit stürmten Massen an Fußball-Anhängern das Spielfeld der Esprit Arena. Foto: Becker/dpa

Doch der Jubel wurde getrübt, weil Fans beider Lager zahlreiche Feuerwerkskörper und Bengalische Feuer zündeten und auf das Spielfeld warfen. Schiedsrichter Wolfgang Stark unterbrach das Spiel für vier Minuten und drohte mit Abbruch. Fünf Minuten vor Ende der Partie gelang den Berlinern durch Raffael noch der Ausgleich. Abermals musste das Spiel mehrere Minuten lang unterbrochen werden. Ein massives Polizeiaufgebot zog vor dem Hertha-Block auf, doch zwei Minuten vor Schluss stürmten hunderte Fans den Platz und sorgten erneut für eine Unterbrechung. dapd