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Chance auf Armstrongs Tour-Start stehen bei 50:50

Paris. Trotz seines geplanten Debüts beim Giro d'Italia hält sich Lance Armstrong (USA) vom Astana-Team bei seiner Rückkehr in den Radsport auch den Start bei der Tour de France 2009 offen. Der Chef des Astana-Teams, Johan Bruyneel, bezifferte die Chancen gestern am Rande der Präsentation der Tour 2009 auf 50:50

Paris. Trotz seines geplanten Debüts beim Giro d'Italia hält sich Lance Armstrong (USA) vom Astana-Team bei seiner Rückkehr in den Radsport auch den Start bei der Tour de France 2009 offen. Der Chef des Astana-Teams, Johan Bruyneel, bezifferte die Chancen gestern am Rande der Präsentation der Tour 2009 auf 50:50. Der Belgier sagte: "Wenn er keine Atmosphäre der Gelassenheit und des Respekts fühlt, wird er es nicht tun. Das Ziel der Rückkehr ist für ihn nicht mit der Obsession eines achten Tour-Sieges verbunden." Am Dienstag hatte Bruyneel betont, man gehe nur zu einer Party, auf die man eingeladen werde. Der langjährige Weggefährte Armstrongs erklärte, Tour-Direktor Christian Prudhomme heiße Armstrong zwar willkommen, erkläre aber außerdem sofort, der 37-Jährige müsse sich allen Tests und Regeln unterwerfen. "Das war definitiv etwas, das nicht gesagt werden musste", erklärte Bruyneel. Wegen mehrerer Dopingfälle im Jahr 2007 durfte die Astana-Mannschaft bei der Tour de France 2008 nicht starten. Armstrong selbst steht unter Dopingverdacht, seitdem die Sportzeitung "L'Equipe" nach seinem siebten Tour-Sieg 2005 über B-Proben aus dem Jahr 1999 berichtet hatte, die angeblich das Blutdopingmittel Epo enthalten. Armstrong bestreitet jegliche Dopingvorwürfe. dpa




HintergrundNach seiner positiven A-Probe bei der Tour de France 2008 ist Radprofi Leonardo Piepoli gestern nicht zu einer Anhörung vor Italiens Nationalem Olympischen Komitee erschienen. Anwalt des Etappensiegers und Chefankläger tauschten in Rom nur Dokumente aus. Warum Piepoli fernblieb, ist unklar. Laut französischer Anti-Doping-Agentur war in Piepolis Proben nachträglich das Epo-Präparat Cera festgestellt worden. dpa