Champions League: Jorgic und der FCS Tischtennis erwarten PSV Mühlhausen

Kostenpflichtiger Inhalt: Das Hinspiel endete 3:2 für den 1. FC Saarbrücken Tischtennis : Jorgics Weg führt klar nach oben

Der 1. FC Saarbrücken Tischtennis empfängt am Freitagabend im Viertelfinale-Rückspiel der Champions League den PSV Mühlhausen.

Im Sommer 2018 ist Darko Jorgic mit einer klaren sportlichen Vision beim 1. FC Saarbrücken Tischtennis angetreten. „Jeder, der auf der Pro Tour spielt, will die Nummer eins in der Welt werden. Das ist natürlich ein harter Weg, aber man muss immer dafür kämpfen“, hatte der junge Tischtennis-Profi nach seinem Wechsel vom TSV Bad Königshofen gesagt. Ganz vorne ist der Slowene zwar noch nicht angekommen, aber die Richtung stimmt. In der Weltrangliste hat er sich seitdem um satte 30 Plätze von Rang 69 auf 39 verbessert.

Mit seinem Finaleinzug beim Europe-Top-16-Turnier vergangene Woche in Montreux (Schweiz) zeigte der 21-Jährige einmal mehr, dass er schon jetzt zur europäischen Spitze zu rechnen ist – auch wenn das Endspiel gegen Timo Boll mit 1:4 verloren ging. „Das Finale beim Top 16 kam für so einen jungen Spieler schon sehr früh. Aber wir haben ihm das zugetraut, weil wir wussten, dass Darko das Zeug dazu hat. Wir sind natürlich auch stolz darauf, was er erreicht“, sagt FCS-Trainer Slobodan Grujic anerkennend.

In Saarbrücken hat Jorgic seine ebenfalls noch jungen Konkurrenten Tomas Polansky (21) und Cristian Pletea (19) hinter sich gelassen und bildet mit Leitwolf Patrick Franziska (27) und dem vor der Saison neu gekommenen Chinesen Shang Kun (29) die derzeit beste Aufstellung bei den Landeshauptstädtern. Das sieht auch Grujic so: „Darko hat im Moment die Nase vorn.“

Mit großer Wahrscheinlichkeit werden auch diese drei Akteure an diesem Freitag um den Einzug der Saarbrücker ins Halbfinale der Champions League kämpfen. Um 19 Uhr tritt der Post SV Mühlhausen in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle zum Viertelfinal-Rückspiel an. Nach dem 3:2-Hinspielerfolg hält Jorgic den Einzug des FCS in die Vorschlussrunde für sehr wahrscheinlich: „Ich denke, dass unsere Chancen nach dem Sieg in Mühlhausen bei 90 Prozent liegen sollten. Zumal wir dort auch hätten mit 3:0 gewinnen können. Aber leider habe ich an diesem Tag ganz schwach gespielt.“

Dass er bei den Thüringern nach der zwischenzeitlichen 2:0-Führung des FCS mit 2:3 etwas überraschend gegen Steffen Mengel unterlag, wurmt Jorgic noch immer. „Es ist hart für mich, mit Niederlagen umzugehen. Ich weiß, dass ich in dieser Hinsicht noch ruhiger im Kopf werden muss“, räumt er ein.

Die zuweilen noch fehlende mentale Abgeklärtheit ist der Faktor, der dafür verantwortlich ist, dass Jorgic noch nicht die in der absoluten Spitze nötige Konstanz zeigt. Dass der Slowene sportlich schon jetzt in der Lage ist, gegen die Besten zu bestehen, hat er auch im letztjährigen Playoff-Halbfinale gegen Borussia Düsseldorf gezeigt, als er Timo Boll in einem hochklassigen Spiel mit 3:2 bezwang und so entscheidend zum Finaleinzug der Saarbrücker beitrug. Das ist wohl auch dem deutschen Superstar in Erinnerung geblieben, der sich nach dem Top-16-Finale mit viel Respekt über seinen Gegner äußerte: „Jorgic verfügt über die Mittel, um mich zu bezwingen. Deshalb habe ich mir vor dem Match schon ein paar Sorgen gemacht.“

Nach dem verpassten Pokalfinale im Januar will der FCS nun in der Champions League den nächsten Schritt machen, um vielleicht auf europäischer Ebene den vom Verein vor der Saison zum Ziel erklärten Titel einzufahren. „Wir haben mit Sicherheit auch die Möglichkeit, in der Champions League den Titel zu holen. Dafür müssten wir aber im Halbfinale die Russen aus Orenburg schlagen. Die sind mit Samsonov, Ovtcharov und Freitas absoluter Topfavorit“, sagt Jorgic.

Nach dem Viertelfinale geht es für den FCS gleich weiter, in der Bundesliga kommt am Sonntag (15 Uhr) der ASV Grünwettersbach in die Deckarm-Halle.