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Bundestrainer nominiert Torlos-Angreifer
Löw überrascht mit Schalke-Stürmer Uth

Trotz artistischer Ballannahmen wie hier wartet Schalke-Neuzugang Mark Uth auch nach neun Pflichtspielen noch auf seinen ersten Treffer. Jogi Löw nominierte ihn jetzt trotzdem für die Nationalmannschaft.
Trotz artistischer Ballannahmen wie hier wartet Schalke-Neuzugang Mark Uth auch nach neun Pflichtspielen noch auf seinen ersten Treffer. Jogi Löw nominierte ihn jetzt trotzdem für die Nationalmannschaft. FOTO: dpa / Federico Gambarini
Frankfurt. Bundestrainer nominiert auch die Saarländer Jonas Hector und Kevin Trapp für die nächsten beiden Länderspiele. sid

Mark Uth wartet auch nach neun Pflichtspielen immer noch auf sein erstes Tor für Schalke 04, dennoch soll der 27-Jährige das Sturmproblem in der deutschen Nationalmannschaft lösen. Bundestrainer Joachim Löw nominierte den Schalker am Freitag für den heißen Nations-League-Herbst mit den Schlüsselspielen in den Niederlanden und bei Weltmeister Frankreich erstmals. „Wir haben Mark Uth schon länger beobachtet. Er ist dynamisch, schnell und strahlt immer eine gewisse Torgefahr aus. Nun wollen wir ihn gerne besser kennenlernen“, sagte Löw, der in seinem 23er-Aufgebot auf Ilkay Gündogan (Oberschenkelprobleme) und Nils Petersen (Schulterprobleme) verzichten muss.


„Ich bin unfassbar stolz“, äußerte sich Uth. Er könnte als 100. Spieler unter Löw sein Debüt in der DFB-Auswahl geben. Seine derzeitige Torflaute kann er vor der Anreise zur Nationalmannschaft am Dienstag nur noch an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Spiel bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf beenden.

Uths Nominierung trotz derzeitiger Formschwäche verdeutlicht Löws Offensivproblem. Mario Gomez trat nach dem Vorrunden-Aus in Russland zurück, Petersen ist verletzt, Timo Werner wurde in der Nationalmannschaft zuletzt auf der linken Seite eingesetzt und Marco Reus sieht sich selber nicht in vorderster Front. „Ich bin kein Mittelstürmer, das hat man gesehen“, sagte Reus, der bei Borussia Dortmund auf der Zehner-Position glänzt.



Im Gegensatz zum Neustart nach dem WM-Desaster holt Löw Sebastian Rudy sowie die beiden Saarländer Kevin Trapp und Jonas Hector in seinen Kader für die Begegnungen in Amsterdam (13. Oktober) und drei Tage später in St. Denis zurück. Thilo Kehrer, Nico Schulz und Kai Havertz, die zuletzt beim 2:1 gegen Peru debütierten, sind erneut dabei. Dafür verzichtet der Bundestrainer auf Innenverteidiger Jonathan Tah.

„Vor uns liegen zwei wichtige Spiele, die wir sehr ernst nehmen. Die Ergebnisse werden richtungweisend für das Abschneiden in unserer Nations-League-Gruppe sein“, sagte Löw. Nach dem 0:0 gegen Frankreich zum Auftakt der Nationenliga im September in München benötigt der Weltmeister von 2014 mindestens einen Sieg, um nicht in Abstiegsgefahr zu geraten. Nur der Sieger der Dreiergruppe qualifiziert sich für das Finalturnier im Juni 2019, der Drittplatzierte steigt in Liga B ab. Nach ihrem Treffpunkt am Dienstagmittag trainiert die DFB-Auswahl im Amateurstadion von Hertha BSC öffentlich und will – wie nach dem WM-Debakel angekündigt - Fannähe zeigen. Die Hälfte der rund 5000 kostenfreien Tickets wurde über den Berliner Fußball-Verband verteilt, der Rest war über den DFB erhältlich.