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Bundesliga will den Videobeweis testen

Bundesliga will den Videobeweis testen

Der Videobeweis in der Fußball-Bundesliga rückt näher. Die Deutsche Fußball-Liga würde zu einem Testlauf zur Verfügung stehen, sagt Hellmut Krug. Er ist Schiedsrichter-Manager der DFL. Detailfragen sind aber noch offen.

Im deutschen Fußball steht die Einführung des Videobeweises zu Testzwecken bevor. "Sollte die Fifa grünes Licht geben, werden wir uns an den Tests sicher beteiligen", sagte Hellmut Krug (59), Mitglied der Schiedsrichter-Kommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Schiedsrichter-Manager der Deutschen Fußball-Liga (DFL ). Allerdings muss das für Regelfragen zuständige International Football Association Board (IFAB) des Fußball-Weltverbands Fifa auf seiner Jahresversammlung (4. bis 6. März in Cardiff/Wales) noch zustimmen.

Krug hat genaue Vorstellungen, wie der Test aussehen soll. "Man könnte beispielsweise überlegen, das holländische Modell insofern zu erweitern, indem der Video-Schiedsrichter bei einem klaren, vom Schiedsrichter aber ungeahndeten Strafraum-Foul eingreift. Bei den Holländern wäre dieser Eingriff nicht möglich, da das Spiel nicht unterbrochen war." Bisher ist ein Pilotprojekt nur in den Niederlanden zugelassen. Dabei bewertet ein Video-Schiri strittige Szenen. Ein Kontakt zum Unparteiischen auf dem Platz ist aber noch nicht erlaubt, da es sich nur um eine Art "Trockenübung" handelt.

Das IFAB legte nach seiner Sitzung in London Wert auf eine Unterscheidung zwischen Video-Unterstützung, welche das Gremium empfiehlt, und der Möglichkeit für die Schiedsrichter, sich Wiederholungen anzusehen. "Bei einem Ansehen der Szene wird das Spiel unterbrochen, und dann gehen wir den Weg der anderen Sportarten. Der Schiedsrichter stellt sich vor einen Bildschirm und wartet seine Entscheidung ab", sagte Stewart Regan, Geschäftsführer des schottischen Verbandes: "Aber Fußball ist ein schnelles Spiel. Wir glauben, dass die Video-Hilfsmittel eher assistieren sollten."