Bundesliga-Spitzenkampf zwischen KSV Köllerbach und TuS Adelhausen

Ringen : Die einzige Herausforderung der Saison

Der KSV Köllerbach trifft in der Ringer-Bundesliga auf den TuS Adelhausen. Der Ausgang ist richtungsweisend für das Saisonziel.

Acht Vereine kämpfen in einer Liga, doch zwei davon sind eine Klasse für sich. Das ist die Situation der Ringer-Bundesliga Gruppe Südwest, in der an diesem Samstag der Spitzenkampf zwischen dem KSV Köllerbach und dem TuS Adelhausen ansteht. „Wir wissen aus dem Vorjahr, wie wichtig dieser Kampf wird. Darum habe ich schon vor der Saison gesagt, dass wir mit unseren Möglichkeiten nicht schlampig umgehen dürfen“, betont KSV-Routinier Andrij Shyyka die Bedeutung des Duells: „Letzte Saison haben wir gegen Adelhausen verloren, wurden nur Zweiter in der Vorrunde. Dann bekommen wir Burghausen und sind raus.“

Der KSV unterlag damals im Viertelfinale dem späteren Meister aus Bayern. Dieses Mal ist das Erreichen des Halbfinals das Saisonziel der Saarländer, und darum sollte der KSV nach der Vorrunde möglichst auf Platz eins stehen. Nur dann würde man den starken Erstplatzierten der anderen beiden Bundesliga-Gruppen in der ersten Runde der Playoffs, dem Viertelfinale, zunächst aus dem Weg gehen.

„Wir werden natürlich alles probieren, wollen die bestmögliche Mannschaft auf die Matte stellen“, sagt Thomas Geid, der Mannschaftsverantwortliche beim KSV. Doch das dürfte für beide Seiten an diesem Wochenende nicht so einfach sein. In China findet die Militär-Weltmeisterschaft statt, in Ungarn die Welttitelkämpfe der U23. So werden die Aufstellungen beider Teams fast genauso spannend wie der Kampfabend selbst. „Adelhausen ist herausragend besetzt“, sagt Geid und blickt voraus: „Ich denke, wir stehen nach dem Stilartwechsel zur Rückrunde sogar noch stärker da als in der Vorrunde. Das heißt, wir werden auch beim Rückkampf in Adelhausen unsere Chancen haben. In diesem Duell ist ohnehin jeder Kampf ein Schlüsselkampf.“

Einer, der sicher auf der Matte stehen wird, ist Köllerbachs Kapitän Timo Badusch. Der Greco-Spezialist ist nach seiner schweren Schulteroperation auf dem Weg zu alter Form. „Es ist noch ein Stück, aber das Vertrauen in mich selbst wächst jeden Tag“, sagt der Polizeibeamte: „Adelhausen ist natürlich stark, aber wir haben in der Vergangenheit auch noch stärkere Gegner schon geschlagen. Wir müssen es als Mannschaft angehen, jeder sein Teil beitragen. Und dann wollen wir sehen, was am Ende dabei rauskommt. Ich denke, es wird viel über die Tagesform entschieden.“

Der Kampf in der Köllerbacher Kyllberghalle beginnt um 19.30 Uhr. Genau wie die Heimkämpfe der drei anderen saarländischen Bundesligisten KV Riegelsberg (gegen ASV Urloffen), AC Heusweiler (gegen RKG Freiburg) und ASV Hüttigweiler (gegen RG Hausen-Zell) – eine unglückliche Ansetzung, die dem KSV sicher eine große Zahl an Zuschauern kosten wird. „Die Vereine haben alle dagegen protestiert, aber es hilft nichts“, sagt Geid: „Diese Ansetzung des Deutschen Ringer-Bundes ist einfach nur schlecht für alle Fans des Ringkampfsports.“

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