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Bundesliga kehrt mit einem Saar-Team zurück

Karate : Karate-Bundesliga kehrt mit einem Saar-Team zurück

Die Karatekas aus dem Saarland fiebern in diesem Jahr gleich zwei sportlichen Höhepunkten entgegen. Zum einen der olympischen Premiere in Tokio. Zum anderen kehrt die Karate-Bundesliga nach einer 18-jährigen Pause wieder auf die nationale Sportbühne zurück.

„Es gab damals Vereine, die ließen Kämpfer extra für einen Wettkampf einfliegen“, erinnert sich Stefan Louis, der Präsident des Saarländischen Karate-Verbandes (SKV) und zu dieser Zeit selbst aktiver Bundesliga-Kämpfer bei Karate-Dojo Klarenthal: „Irgendwann haben die Sponsoren nicht mehr mitgespielt, und die Vereine mussten abmelden.“ So waren am Ende nicht mehr genug Vereine in der Lage, den Sportbetrieb fortzuführen. Die Liga fand schließlich 2002 ein wenig prunkvolles Ende.

Im neuen Jahrzehnt führt der Deutsche Karate-Verband nunmehr eine Auferstehung der Bundesliga für Damen- und Herren-Mannschaften durch. Das Konzept kommt diesmal besser durchdacht daher. Es gibt nur eine Hin- und eine Rückrunde, den Abschluss bildet die Playoff-Runde der besten Mannschaften, die dann den deutschen Mannschaftmeister ermitteln. Wenn die Hinrunde an diesem Sonntag in Hamburg offiziell beginnt, messen sich zehn Damen- und zwölf Herren-Mannschaften. Und bei den Männern wird auch das Saarland vertreten sein. „Wir starten als Kampfgemeinschaft mit Kämpfern von St. Wendel, Saarwellingen, Heiligenwald und dem SV Saar 05“, erläutert Manfred Engel, Vorsitzender des TV St. Wendel: „Wir wollen dadurch das Erreichen der Playoff-Runde im Premieren-Jahr sicherstellen.“

Alle Topathleten aus dem Saarland sind somit am Start – so unter anderem auch Sascha Meier, der nationale Medaillengarant: deutscher Meister im Team, deutscher Vizemeister, mehrfacher Bronze-Gewinner bei der DM und Mitglied der EM-Teams in Paris und Warschau. Oder auch Daniel Saar, deutscher Meister und Vizemeister sowie EM-Teilnehmer in Baku.