Bremens Sportchef-Suche: Bode rückt in den Blickpunkt

Bremens Sportchef-Suche: Bode rückt in den Blickpunkt

Bremen. Willi Lemke muss bei Werder Bremen trotz der anstehenden Feiertage arbeiten. Während die Spieler nach dem 1:1 (0:0) am vergangenen Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg bis zum 3. Januar frei haben, steht der Chef des Aufsichtsrates vor arbeitsreichen Tagen. Nach zwei Absagen muss Lemke für den Fußball-Bundesligisten dringend einen neuen Sportchef suchen

Bremen. Willi Lemke muss bei Werder Bremen trotz der anstehenden Feiertage arbeiten. Während die Spieler nach dem 1:1 (0:0) am vergangenen Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg bis zum 3. Januar frei haben, steht der Chef des Aufsichtsrates vor arbeitsreichen Tagen. Nach zwei Absagen muss Lemke für den Fußball-Bundesligisten dringend einen neuen Sportchef suchen. In den Blickpunkt rückt dabei immer mehr Marco Bode.

"Ich glaube, die Verantwortlichen sind darum bemüht", sagte Trainer Thomas Schaaf lapidar zur schwierigen Suche eines Nachfolgers für seinen langjährigen Partner Klaus Allofs, der zu Ligakonkurrent VfL Wolfsburg wechselte. Durch die Absagen von Dietmar Beiersdorfer und Marc Kosicke muss Lemke nun im dritten Anlauf einen Geschäftsführer Sport finden. Viele Bremer Fans sehen Bode als Ideallösung an. Aber will er überhaupt? Wie ein klares Dementi klangen seine Aussagen zuletzt jedenfalls nicht. "Alles ist möglich", sagte Bode und vermied genauere Aussagen: "Ich habe keine Lust zu lügen. Ich kann heute keine Aussagen treffen." Der 43-Jährige, der 379 Bundesliga-Spiele für Werder absolviert hat, drängt nicht gerade ins Amt. Er hatte zuvor schon lange gezögert, ehe er Lemkes Werben nachgab und als Mitglied des Aufsichtsrates Verantwortung bei Werder übernahm. Bode sagte nun: "Wir wollen uns die Zeit nehmen. Es besteht kein akuter Druck."

Immerhin muss der neue Geschäftsführer von Werder keinen neuen Trainer suchen. Denn Schaaf gab ein erneutes Bekenntnis zu Bremen ab. "Wir wissen alle, dass ich einen Vertrag habe", sagte der Trainer, dessen Vertrag bis 2014 gilt, und fügte in seiner zuweilen etwas komplizierten Ausdrucksweise an: "Für mich stellt sich die Situation nicht anders dar." dpa

werder.de Foto: Jaspersen/dpa

Mehr von Saarbrücker Zeitung