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Bremen bucht Ticket nach Istanbul

Jubel, Trubel, Heiterkeit: Nach dem Schlusspfiff waren die Bremer außer Rand und Band. Foto: dpa
Jubel, Trubel, Heiterkeit: Nach dem Schlusspfiff waren die Bremer außer Rand und Band. Foto: dpa
Hamburg. 15 Tage, nach dem Werder Bremen den Hamburger SV im Halbfinale des DFB-Pokals nach Elfmeterschießen ausschaltete, hat der Fußball-Bundesligist dem Ligarivalen gestern Abend den zweiten K.o. versetzt und ist erstmals ins Uefacup-Endspiel eingezogen. In einem hitzigen Halbfinal-Rückspiel kämpfte sich Bremen nach dem 0:1 im Hinspiel gestern durch ein 3:2 (1:1) ins Finale am 20

Hamburg. 15 Tage, nach dem Werder Bremen den Hamburger SV im Halbfinale des DFB-Pokals nach Elfmeterschießen ausschaltete, hat der Fußball-Bundesligist dem Ligarivalen gestern Abend den zweiten K.o. versetzt und ist erstmals ins Uefacup-Endspiel eingezogen. In einem hitzigen Halbfinal-Rückspiel kämpfte sich Bremen nach dem 0:1 im Hinspiel gestern durch ein 3:2 (1:1) ins Finale am 20. Mai in Istanbul.



Diego (29. Minute), Claudio Pizarro (66.) und Frank Baumann (83.) schockten den HSV mit ihren Treffen, nachdem Ivica Olic (13.) Hamburg vor 51 000 Zuschauern in Führung brachte. Der Kroate machte es am Ende mit seinem neunten Europapokal-Treffer (87.) zum 2:3 noch einmal spannend - aber es reichte nicht. Final-Gegner der Bremer ist Schachtjor Donezk. Donezk setzte sich im ukrainischen Duell gegen Dynamo Kiew mit 2:1 (1:0) durch. Das Hinspiel endete 1:1.

Bis zum 1:0 für den HSV hatte Bremen mehr vom Spiel. Piotr Trochowski hatte Olic beim 1:0 in Szene gesetzt. Mit dem Tor bekam Hamburg Oberwasser, gab aber die Initiative wieder aus der Hand. Beim 1:1 kam die Vorlage von Claudio Pizarro: Diego lupfte den Ball über Torwart Frank Rost hinweg ins Tor.

Nach der Pause gönnten sich beide Mannschaften keine Atempause und kämpften verbissen bis zum Schlusspfiff.

Mann des Spiels war Diego. Der Brasilianer sorgte nicht nur mit seinem Tor und einem Lattentreffer (37.), sondern auch mit Dribblings für Aufsehen. Auf Traumtore wie den siebten Europacup-Treffer des auch von Bayern München umworbenen Stars wird Werder in der nächsten Saison aber wohl verzichten müssen: Juventus Turin soll sich den 24-Jährigen für 25 Millionen Euro Ablöse geangelt haben. Bitter, weil unnötig, ist für Bremen auch die Gelbe Karte für Diego: Er muss im Finale gesperrt zusehen.



Werder hat als Finalist 1,5 Millionen Euro sicher. Bei einem Pokalsieg gäbe es sogar 2,5 Millionen Prämie von der Europäischen Fußball-Union. Wichtiger ist aber der sportliche Anreiz: Der Uefacup-Sieger startet direkt in der Gruppenphase der neuen Europa Liga. Das ist für Werder besser als die Teilnahme als möglicher DFB-Pokalsieger. Denn der muss in der letzten Qualifikationsrunde für die Gruppenphase der Europa Liga an den Start. dpa