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Olympische Jugendspiele in Buenos Aires
Olympische Jugendspiele sind ein Experimentierfeld

Buenos Aires. Ram und Bumblebee haben sich in die Annalen Olympias eingeschrieben. Die 17-jährige Japanerin und der 18-jährige Russe sind die ersten Jugendolympiasieger im Breakdance. „Die Medaille ist ein Geschenk für meine Familie“, sagt Bumblebee. dpa

In der Sportart ist es üblich, dass die Athleten beim Vor- oder Künstlernamen genannt werden. Tänzerin Ram sagte: „Es ist eine Ehre, die Goldmedaille zu tragen.“


Breakdance, der artistische Tanzstil aus der Hip-Hop-Szene, ist bei Olympia angekommen. Die Jugendspiele gelten auch als Experimentierfeld, wo neue Sportarten, Formate und Disziplinen ausprobiert und getestet werden, ob sie für die großen Spiele geeignet wären. So werden in Buenos Aires auch Medaillen in Inline-Skating, Futsal, Beach-Handball oder Kitesurfen sowie in zahlreichen Mixed-Wettbewerben mit Männern und Frauen vergeben. „Vielleicht muss man experimentieren, bevor ein Wettbewerb olympisch werden kann“, sagte der Vorstand Leistungssport im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), Dirk Schimmelpfennig, vor Beginn der Spiele.

Skateboarding hat bereits den Sprung ins olympische Programm geschafft. Bei den Sommerspielen 2020 in Tokio treten Männer und Frauen in den Disziplinen Park und Straße an. Gerade bei Sportarten aus dem Lifestyle-Bereich ist die Abstimmung mit den konservativen IOC-Funktionären nicht immer leicht. „Beide Seiten müssen einander zuhören“, sagt Skateboard-Legende Tony Hawk in Buenos Aires. „Die Olympischen Spiele müssen die Wurzeln des Skateboarding respektieren. Trotzdem müssen wir dafür sorgen, dass der Sport in das Format von Olympia passt.“



Judoka Raffaela Igl aus Abensberg hat derweil in Buenos Aires die erste Goldmedaille für Deutschland gewonnen. Die 17-Jährige bezwang am Dienstagabend im Finale die Kasachin Margarita Grizenko.