Brawn soll Ecclestone als Formel-1-Boss beerben

Brawn soll Ecclestone als Formel-1-Boss beerben

Der designierte neue Formel-1-Eigner Liberty Media ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Chef-Promoter Bernie Ecclestone (86) angeblich fündig geworden. Wie das Fachmagazin "Auto Bild Motorsport" berichtet, soll der britische Star-Ingenieur Ross Brawn als künftiger Chef der Königsklasse feststehen. Der Vertrag mit Liberty Media sei bereits unterschrieben. Auch der Automobilweltverband FIA mit Präsident Jean Todt , früher Brawns Chef bei Ferrari , soll dem Deal mit dem "Superhirn" bereits zugestimmt haben.

Über Ecclestones künftige Rolle ist demnach noch nicht abschließend entschieden worden. Anfang September hatte Liberty Media noch betont, Ecclestone für mindestens drei weitere Jahre an Bord behalten zu wollen.

Der 61-jährige Brawn hatte sich zuletzt offensiv um eine führende Rolle in der Königsklasse beworben. "Der Formel 1 dabei zu helfen, eine bessere Formel 1 zu werden, das wäre reizvoll. Es wäre die eine Sache, die interessant für mich ist", hatte Brawn gesagt: "Wenn Sie mich fragen, dann fehlt der Formel 1 ein Plan."

Die Rückkehr zu einem Team der Formel 1 schloss er aus. In seiner langen Karriere hatte er für Benetton, Ferrari und sein eigenes Team Brawn GP in verschiedenen Funktionen an acht Fahrer-WM-Titeln mitgewirkt - unter anderem an allen sieben Triumphen von Rekordweltmeister Michael Schumacher . Ab 2010 half er bei Mercedes, das neue Werksteam aufzubauen. Brawn verließ den Rennstall Ende 2013. "Ross besitzt enorme Erfahrung und hat die passende Persönlichkeit, um für die Zukunft der Formel 1 eine wichtige Rolle zu spielen", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff: "Er hat die richtige Distanz zum Sport und hätte sofort meine Stimme."

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