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Braves verlieren doppelt

Braves verlieren doppelt

Homburg. "Ich glaube, das war Liga-Rekord. So kann man kein Spiel gewinnen. Ich bin sehr, sehr enttäuscht", sagte ein sichtlich angefressener Mirko Damjanovic nach der 84:93 (36:43)-Heim-Auftaktniederlage seiner Saar-Pfalz Braves gegen die Cuxhaven Bascats in der 2. Basketball-Bundesliga. Der Braves-Kapitän sprach damit die eklatante Rebound-Schwäche seiner Mannschaft an

Homburg. "Ich glaube, das war Liga-Rekord. So kann man kein Spiel gewinnen. Ich bin sehr, sehr enttäuscht", sagte ein sichtlich angefressener Mirko Damjanovic nach der 84:93 (36:43)-Heim-Auftaktniederlage seiner Saar-Pfalz Braves gegen die Cuxhaven Bascats in der 2. Basketball-Bundesliga. Der Braves-Kapitän sprach damit die eklatante Rebound-Schwäche seiner Mannschaft an. Sage und schreibe 21 Offensiv-Rebounds gelangen den Norddeutschen - eine katastrophale Bilanz für die Braves-Defensive. Trainer Nenad Josipovic, der großen Wert auf eine gute Verteidigung legt, wirkte teilweise ratlos. "Cuxhaven hat immer wieder eine zweite und dritte Chance bekommen", kritisierte Josipovic.Dabei fing die Partie gut an, die Saar-Pfälzer führten durch Lee Jeka, Rob McKiver und Erik Land mit 6:2. Doch schon zu Beginn zeigten sich viele Abstimmungsprobleme, sodass Cuxhaven oft zu leichten Punkten kam und sich viele abprallende Bälle zurückerobern konnte. Zudem verstanden es die Bascats, Spielmacher Lee Jeka aus dem Spiel zu nehmen. Der Australier hatte in der ersten Hälfte einige unglückliche Aktionen und konnte dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken. Trotzdem lagen die Braves am Ende des 1. Viertels mit 18:16 in Front.

In den folgenden zehn Minuten wurden die Gäste treffsicherer und hatten weiterhin die Hoheit unter den Körben, während sich die Heimmannschaft in Einzelaktionen verstrickte und mit dem Kopf durch die Wand wollte. "Die Ausrede mit der kurzen Vorbereitung lasse ich nicht gelten. Das waren elementare Sachen, die jeder Basketballer wissen muss", ging Damjanovic mit sich und seinen Mitspielern hart ins Gericht. Zur Pause lagen die Blau-Weißen mit 36:43 zurück. Dass immer noch alles möglich war, verdankten sie vor allem Rob McKiver, der 19 seiner 23 Punkte in der ersten Halbzeit erzielte.

Nach der Pause keimte bei den 900 Zuschauern nochmals Hoffnung auf. Angetrieben von einem nun stärker werdenden Lee Jeka (16 Zähler), kämpften sich die Braves gegen Ende des Viertels bis auf acht Zähler heran. Doch im letzten Viertel gab sich Cuxhaven keine Blöße mehr, auch wenn Damjanovic mit vier seiner insgesamt sechs Dreier nochmals Ergebniskosmetik betrieb.

Bereits am gestrigen Abend verpassten die Homburger die Chance zur Wiedergutmachung. Bei den bisher ungeschlagenen webmoebel Baskets Paderborn entwickelte sich ein wahres Offensivspektakel. In der ersten Halbzeit lagen die Braves zwischenzeitlich mit 15 Punkten vorne (51:36), gingen aber nur mit einer 53:45-Führung in die Pause. Nach dem Wechsel traf Paderborn aus allen Lagen und kam wieder heran. Bis zum Ende stand das Spiel auf Messers Schneide, doch letztlich zogen die Saarländer mit 93:98 den Kürzeren. Bester Werfer bei den Braves war wiederum Rob McKiver mit 24 Punkten.