| 21:14 Uhr

Braunschweig kaum noch zu stoppen

Hamburg. 1985 übernahm Michail Gorbatschow in der Sowjetunion die Macht, Boris Becker holte seinen ersten Wimbledon-Sieg - und Eintracht Braunschweig stieg aus der Fußball-Bundesliga ab. 28 Jahre später wollen die jungen "Löwen" unsterblich werden

Hamburg. 1985 übernahm Michail Gorbatschow in der Sowjetunion die Macht, Boris Becker holte seinen ersten Wimbledon-Sieg - und Eintracht Braunschweig stieg aus der Fußball-Bundesliga ab. 28 Jahre später wollen die jungen "Löwen" unsterblich werden. "Wir haben einen Traum, der sich erfüllen kann", sagt Trainer Torsten Lieberknecht, "andere haben wahrscheinlich einen Albtraum, dass sich ihre Ziele nicht erfüllen".



Im Gegensatz zur Konkurrenz rüsteten die Braunschweiger in der Winterpause nicht auf. Lieberknecht vertraut trotz prominenter Ausfälle (Kapitän Dennis Kruppke und Marcel Correia) weiter seiner hungrigen und eingespielten Mannschaft. Die Sehnsucht nach der Bundesliga ist riesig, Lieberknecht nennt es "das große Ding drehen". Das "A-Wort" hat der 39-Jährige sicherheitshalber auf den Index gestellt - dabei klopfen die Erben der deutschen Meister von 1967 angesichts von zwölf Punkten Vorsprung auf den dritten Platz bei 15 ausstehenden Spielen heftig an die Tür zur Eliteklasse.

Mit aller Macht zurück in die Bundesliga strebt der 1. FC Kaiserslautern, der seinen dritten Rang verteidigen und sich des Angriffs von Energie Cottbus erwehren will. Neben dem FCK und Cottbus schielen auch der VfR Aaalen und 1860 München noch auf Platz drei. Um den ersten Platz balgen sich Hertha BSC und Braunschweig. Nach 17 Spielen in Serie ohne Niederlage strotzen die Berliner und ihr Trainer Jos Luhukay vor Selbstbewusstsein. Damit die Mission Aufstieg nicht doch noch scheitert, geben Luhukay und Manager Michael Preetz die Mahner in guten Zeiten. "Wir müssen in der Offensive noch schärfer, noch zielstrebiger, noch schneller sein", sagt Luhukay. Und Preetz: "Wir dürfen keinerlei Leichtfertigkeiten zulassen. Wir haben noch nichts geschafft." sid

Foto: Hübner/dpa