Borussia Neunkirchen kann die Insolvenz offenbar abwenden

Borussia Neunkirchen kann die Insolvenz offenbar abwenden

Fußball-Oberligist Borussia Neunkirchen kann die drohende Insolvenz vermutlich abwenden. "Es sieht schwerst danach aus. Jedenfalls wurden heute entscheidende Weichen gestellt", sagte Insolvenzverwalter Marc Herbert gestern der SZ.

Er bezieht sich dabei auf jüngste Irritationen, wonach nicht dem Verein der rettende 55 000 Euro-Zuschuss der Sportplanungskommission für den 2012 gebauten Kunstrasen zustehe, sondern der Stadt Neunkirchen. "Der Zuschuss ist nicht mit Rechten Dritter belastet", stellt Herbert klar.

Außerdem sei klar, dass die Borussia über die Einspeisevergütung der Photovoltaikanlage auf dem Kopfbau des Ellenfeldstadions verfügen darf. Diese soll für einen Kredit genutzt werden. "Wir hoffen, dass sich ein Kreditinstitut zur Finanzierung über die Einspeisevergütung bereit erklärt", sagt Herbert und nennt 80 000 Euro als Wunschbetrag: "Damit könnten auch Unwägbarkeiten, die sich auf der Zielgeraden vielleicht ergeben, erledigt werden." Noch über drei Jahre nach der Investition könnten Gläubiger Ansprüche geltend machen. Läuft alles nach Plan, bekommen die öffentlich-rechtlichen Gläubiger 50 Prozent ihrer Gelder zurück, die privaten verzichten für Gegenleistungen im Sponsoringbereich wohl ganz auf Rückzahlungen . "Bisher haben wir von allen Privaten direkt ein positives Signal bekommen", sagt Herbert. Einer von ihnen, Unternehmer und Ex-Vereinschef Giuseppe Ferraro, wird laut Herbert sogar weiterhin als Sponsor zur Verfügung stehen. Der Etat für die kommende Oberligasaison von etwa 360 000 Euro sei durch Sponsorenverträge gedeckt.

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