„Bollwerk müssen wir erst mal knacken“

„Bollwerk müssen wir erst mal knacken“

Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken muss an diesem Samstag bei Aufsteiger FC Astoria Walldorf ran. Im Team der Walldorfer spielt mit Ex-FCS-Kapitän Stephan Sieger ein alter Bekannter. Er traut seinem Team einiges zu.

"Der Saisonstart ist erst einmal geglückt" - so steht es auf der Homepage des FC Astoria Walldorf, dem nächsten Gegner des 1. FC Saarbrücken in der Fußball-Regionalliga. Wie der FCS hat die Mannschaft von Trainer Matthias Born vier Zähler in den ersten beiden Partien gesammelt und beim 5:1-Auftaktsieg gegen die TuS Koblenz mächtig aufhorchen lassen. In beiden Spielen der Walldorfer wurde ein alter Bekannter eingewechselt: Saarbrückens früherer Kapitän Stephan Sieger. "Es ist wohl meine letzte Saison als Spieler. Ich habe im Verein schon in andere Funktionen reingeschnuppert. Beispielsweise als Teammanager. Im Winter mache ich meinen Trainerschein", erklärt der mittlerweile 34-jährige Mittelfeldspieler, der seit zwei Jahren "Feierabendprofi" ist.

"Ich arbeite für SAP in verschiedenen Fußball-Projekten - auch mit der Nationalmannschaft oder der TSG Hoffenheim ." Walldorf habe eine eingespielte Mannschaft. "Man sollte uns nicht unterschätzen, aber unser Saisonziel ist alleine der Klassenverbleib", sagt Sieger.

FCS-Trainer Fuat Kilic erwartet "eine Mannschaft, die auf einer Euphoriewelle schwimmt. Sie spielen mit zwei Viererketten und teils neun Spielern hinter dem Ball. Das Bollwerk müssen wir erst mal knacken." Ob er das von Beginn an mit zwei Spitzen tun wird, ließ Kilic offen. Offen ist auch der Einsatz von Linksverteidiger Mounir Chaftar (Knieprobleme). Abwehrchef Peter Chrappan wird trotz eines Schlages auf die Wade dabei sein. Wie auch mehr als 1000 FCS-Fans, die die Mannschaft am Samstag ab 14 Uhr im Astoria-Stadion unterstützen wollen. "Es ist das erste Mal, dass wir dort spielen - und damit für viele ein besonderer Anreiz", erklärt der FCS-Fanbeauftragte Peter Thielges.