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Blamage, die zweite

 Nachwuchs-Stürmer Jens Meyer vergab für den FCS vor der Pause eine gute Torchance. Hier versucht er, am Wiesbacher Jeremy Groß vorbeizuziehen. Foto: andreas schlichter
Nachwuchs-Stürmer Jens Meyer vergab für den FCS vor der Pause eine gute Torchance. Hier versucht er, am Wiesbacher Jeremy Groß vorbeizuziehen. Foto: andreas schlichter FOTO: andreas schlichter
Wiesbach/Illingen. Der 1. FC Saarbrücken hat sich im Saarlandpokal beim FC Hertha Wiesbach erneut blamiert. Der FCS verlor das Achtelfinale beim Oberligisten mit 1:2 nach Verlängerung. Die SV Elversberg steht dagegen nach dem 3:0-Sieg beim Landesligisten SV Illingen im Viertelfinale. Patric Cordier, Heiko Lehmann

Schon wieder Wiesbach. Das haben sich gestern Abend die Fans des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken gedacht. Der große Favorit schied wie schon beim Skandalspiel im Vorjahr beim Oberligisten FC Hertha Wiesbach aus. Durch eine 1:2-Niederlage nach Verlängerung war gestern im Achtelfinale des Saarlandpokals Endstation für den großen Favoriten. Die FCS-Krise ging damit auch im Pokal nahtlos weiter.

Dabei hatten die Saarbrücker vor rund 2000 Zuschauern im Prowin-Stadion gut begonnen. Filip Luksik schoss nach drei Minuten knapp über das Wiesbacher Tor. Keine 30 Sekunden später köpfte Jens Meyer, der Wiesbacher Sebastian Lück rettete aber auf der Linie für seinen schon geschlagenen Torhüter Julian Wamsbach. Meyer und Wamsbach waren in der vergangenen Saison noch Mannschaftskameraden im A-Junioren-Team des FCS.

Nach zehn Minuten kamen die Wiesbacher immer besser ins Spiel. Nach einem langen Ball über die linke Seite unterschätzte Saarbrückens Steffen Schäfer den Ball. Die Kugel kam zu Jannik Schliesing. Der Wiesbacher Stürmer narrte Schäfer, zog von der Strafraumgrenze ab, FCS-Torwart David Salfeld konnte den Ball nur nach vorne abwehren. Matthias Krauß stand goldrichtig und staubte zum 1:0 für die Hertha ab (24.). Danach agierten die Regionalliga-Profis viel zu langsam und behäbig, um durch die gut organisierte Hertha-Hintermannschaft zu kommen.

Nach der Pause kehrte der FCS zum schnellen Kombinationsspiel zurück. Aber erst mit der Einwechslung von Sven Sökler und Felix Luz in der 60. Minute wurde es richtig gefährlich. In der 71. Minute flankte Sökler, Daniel Döringer köpfte - und von Sebastian Lücks Hüfte flog der Ball zum 1:1 ins eigene Tor. In der Nachspielzeit kratzte der überragende Wamsbach einen Schuss von Sökler gerade noch so mit den Fingerspitzen aus dem Winkel.

Es gab Verlängerung. In der hatte der FCS ein Chancenplus. Es traf aber nur die Hertha. In der 99. Minute kam ein langer Abschlag von Wamsbach zu Angelo dal Col. Der Wiesbacher wurde von Döringer nicht richtig gestört, nahm den Ball an und traf zum 2:1 ins lange Eck.

Die SV Elversberg erlebte im Vergleich zum FCS gestern einen geruhsamen Abend und zog problemlos ins Viertelfinale des Saarlandpokals ein. Beim Landesligisten SV Illingen gewann der Regionalligist mit 3:0. Vor 437 Zuschauern auf dem Kunstrasen in Illingen trafen Pierre Merkel (17.) und Mijo Tunjic (31.). Das dritte Tor der SVE, die mit sechs Stammspielern auflief, war ein Eigentor (88.). Wie bereits in der gesamten Pokalrunde verzichteten die Elversberger zugunsten des Gegners auf die Hälfte der Zuschauereinnahmen.