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Basketball-Bundesliga der Frauen
Bittere Aussichten fürs Saisonfinale

Für Nadjeschda Ilmberger ist die Saison gelaufen.
Für Nadjeschda Ilmberger ist die Saison gelaufen. FOTO: Ruppenthal
Saarlouis. Die Saarlouis Royals müssen auf Nationalspielerin Nadjeschda Ilmberger verzichten.

Eine Saison, die schwieriger kaum hätte verlaufen können, droht nun sogar mit dem Verpassen der Endrunde um die deutsche Meisterschaft zu enden. „Die Nachricht ist unfassbar hart für uns“, kommentiert Marc Hahnemann, der Trainer des Frauenbasketball-Bundesligisten Saarlouis Royals, die schwere Verletzung von Nationalspielerin Nadjeschda Ilmberger. Die Centerspielerin fällt mit einem am vergangenen Samstag erlittenen Kreuzbandriss mindestens sechs Monate aus.


Für Ilmberger ist die Spielzeit 2017/2018 damit vorzeitig beendet – für ihre Teamkolleginnen könnte es in zweieinhalb Wochen so weit sein. Zumal der Endspurt ohne Ilmberger ungleich schwerer wird. „Ihre Präsenz unter dem Korb wird uns fehlen. Da müssen wir Lösungen finden“, sagt Hahnemann. Das gilt vor allem für das letzte Heimspiel der regulären Runde diesen Samstag gegen die BG Göttingen (19 Uhr, Stadtgartenhalle). Für die Royals, die punktgleich mit Chemitz auf Rang neun stehen (die ersten Acht qualifizieren sich für die Playoffs) ist es praktisch ein Endspiel.

Da ein Erfolg eine Woche später im letzten Saisonspiel beim Serienmeister TSV Wasserburg nahezu unmöglich erscheint, ohne Ilmberger sowieso, müssen die Royals gegen Göttingen gewinnen – und darauf hoffen, dass die Chemcats Chemnitz ihre beiden letzten Partien gegen Wasserburg und in Herne verlieren. Dazu ist ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten Göttingen, der vor dem Abstieg in die 2. Liga steht und mit Verdine Warner (1,96 Meter) die größte Spielerin der Liga in seinen Reihen hat, aber Pflicht. „Die Ausgangslage ist für beide Mannschaften nicht so leicht“, sagt Royals-Trainer Hahnemann, der zuletzt nur noch acht Spielerinnen einsetzen konnte. Ohne Ilmberger (1,90) verbleiben sieben.