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Birk will nicht mehr zusehen

Birk will nicht mehr zusehen

Rechtzeitig vor dem Pokalfinale gegen Homburg und den entscheidenden Spielen im Kampf um die Rückkehr in die 3. Liga ist bei der SV Elversberg Kapitän Thomas Birk wieder fit. Der 27-Jährige ist angriffslustig.

Das Aufgebot der SV Elversberg ist in der aktuellen Spielzeit stark und ausgeglichen besetzt. Auf Schlüsselspieler wie Kapitän Thomas Birk verzichtet man aber dennoch ungern. "Der Ausfall von Thomas ist ein harter Schlag", hatte Sportvorstand Roland Seitz gesagt, als der 2014 vom Drittligisten Chemnitzer FC gekommene Birk das erste Training der Schwarz-Weißen nach der Winterpause wegen einer Sprunggelenksverletzung abbrechen musste.

Zunächst war nur von einem Kapselriss ausgegangen worden. Doch wenig später kam die Diagnose, dass der 27-Jährige sich das Syndesmoseband gerissen hatte. Die Folge: Der Außenverteidiger musste mehr als drei Monate pausieren.

Nachdem er eine Woche zuvor beim 2:0-Sieg der Elversberger U21 gegen den FK Pirmasens in der Oberliga Spielpraxis gesammelt hatte, kehrte Birk am Samstag beim 3:0-Erfolg der SVE gegen den SV Spielberg in die Anfangsformation der Regionalliga-Mannschaft zurück. Birk spielte 90 Minuten durch und zeigte dabei eine ordentliche Leistung.

"Es ist alles optimal gelaufen. Ich fühle mich gut und habe keine Schmerzen", freute sich der in Wittenberg in Sachsen-Anhalt geborene Defensiv-Akteur: "Es war schön, mal wieder mit den Jungs im Stadion spielen zu können. Aber eigentlich ist das zweitrangig. Viel wichtiger ist, dass wir uns mit dem Sieg ein wenig von den Verfolgern absetzen können", erklärte Birk zufrieden.

Durch den eigenen Erfolg und die gleichzeitige Niederlage des Tabellendritten Eintracht Trier gegen den SC Freiburg II (1:2) baute Elversberg , derzeit auf Relegationsplatz zwei, seinen Vorsprung auf die Verfolger aus Trier und Offenbach auf sechs Zähler aus. Bei vier noch ausstehenden Begegnungen also ein komfortables Polster für die SVE.

Allerdings warten auch noch zwei richtig harte Brocken auf das Team um Kapitän Birk. Der erste am Samstag um 14 Uhr im Ligaspiel beim FC Homburg. Der nächste an Pfingstsamstag (14. Mai), wenn Tabellenführer SV Waldhof Mannheim in die Elversberger Ursapharm-Arena kommt. Waldhof liegt nach der jüngsten 2:3-Derbyschlappe gegen Wormatia Worms nur noch drei Punkte vor Elversberg , so dass es für die Schwarz-Weißen nun auch wieder möglich ist, Meister zu werden. Dieser Titel hat allerdings keine große Bedeutung, da der Titelträger ebenso wie der Tabellenzweite in der Relegation um den Aufstieg kämpfen muss.

Bevor die SVE in den Endspurt um das Erreichen der Relegationsplätze geht, steht erstmal morgen das Pokalfinale um 18 Uhr in Dillingen gegen den FC Homburg an. Im vergangenen Jahr gewann die SVE mit Birk das Endspiel gegen denselben Gegner mit 2:1 nach Verlängerung.

Und Birk will morgen unbedingt wieder einen Sieg - natürlich möglichst auf dem Platz. Zugesehen hat er lange genug. "Wir hatten im letzten Jahr durch den Pokalsieg mit der DFB-Pokal-Partie gegen den FC Augsburg ein echtes Highlight. Das wollen wir wieder haben", sagt er. Dass die Mission Titelverteidigung aber nicht einfach wird, ist dem 27-Jährigen klar: "Homburg war zuletzt im Aufwind und auch Torjäger Patrick Schmidt ist beim FCH wieder zurück. Das wird ein 50:50-Spiel."
Zum Thema:
Schon am Samstag stehen sich der FC Homburg und die SV Elversberg erneut gegenüber - dann in der Regionalliga Südwest (14 Uhr, Waldstadion in Homburg). Das Hinspiel am 24. Oktober im Saarbrücker Ludwigsparkstadion hatte die SVE mit 3:1 gewonnen. Homburg war nach einem Tor von André Kilian (6. Minute) früh in Führung gegangen, danach traf der Elversberger Mijo Tunjic drei Mal (7,, 19., 49.). Vier Spieltage vor Saisonende belegt die SVE den zweiten Relegationsplatz und hat sechs Punkte Vorsprung. red

FCH setzt auf bis zu 1800 Fans in Dillingen

Fußball-Regionalligist fiebert Saarlandpokalendspiel entgegen - Appell an die eigenen Anhänger

Das Saarlandpokalfinale ist für den FC Homburg ein echter Sai- sonhöhepunkt. Sollte der Verein gewinnen, will er die zusätzli- chen Einnahmen aus dem DFB- Pokal in die Verbesserung der Infrastruktur investieren.

Morgen entscheidet sich für den Fußball-Regionalligisten FC Homburg, ob das Glas halbvoll oder halbleer ist. Mit einem Sieg im Saarlandpokalfinale gegen die SV Elversberg im Dillinger Parkstadion (18 Uhr) kann der FCH eine Saison voller Höhen und Tiefen zu einem guten Abschluss bringen. "Der Saarlandpokal hat unabhängig von der Liga einen eigenen Stellenwert. Für den Verein ist das Endspiel von sehr großer Bedeutung", sagt der Vorsitzende des FCH, Herbert Eder: "Ein Pokalgewinn poliert den Glanz des Vereins auf. Er tut den Fans gut, er tut dem Budget für die nächste Saison gut."

Die Qualifikation für die erste Runde des DFB-Pokals garantiert dem jeweiligen Landespokalsieger eine Antrittsprämie von über 130 000 Euro. Dazu winkt die Chance auf einen attraktiven Gegner samt entsprechender Zuschauer-Einnahmen. Allerdings würde wohl nur ein geringer Teil des Erlöses in das kickende Personal investiert werden. "Ich denke, die Gelder würden eher in die Verbesserung der Infrastruktur gesteckt werden", sagt Eder. Vor allem der Ausbau des Trainingsgeländes hinter dem Waldstadion steht auf der Prioritätenliste des FCH in der nächsten Saison ganz oben.

Zum dritten Mal in Folge treffen der FCH und die SVE im Finale aufeinander. 2014 in Völklingen holte der FCH mit einem 2:0-Sieg gegen den damaligen Drittligisten den Pokal ins Ostsaarland. Ein Jahr später in Rehlingen setzten sich die Elversberger mit 2:1 nach Verlängerung durch. Wie schon bei den letzten beiden Finals sorgt auch dieses Jahr der Austragungsort für Kontroversen. "Wir wollen einen Aufruf an die Fans starten, damit alles in geordneten Bahnen verläuft. Wenn das klappt, gibt es eine kleine Überraschung für die Fans im letzten Spiel gegen Kassel", sagt Geschäftsführer Rafael Kowollik.

Anlass für den Appell ist der Aufruf von Anhängern, gegen den Willen des Saarländischen Fußballverbands die für Sitzplätze vorbehaltene Tribüne zu einem Fanblock mit Stehplätzen umzufunktionieren. Infolge dieser Ankündigung gab es ein massives Durcheinander beim Verkauf der insgesamt 1100 Sitzplatztickets. Obwohl der FCH sein Kontingent von 250 Eintrittskarten in weniger als 24 Stunden verkauft hatte, gab es bis gestern keinen Nachschub. Kowollik hofft, heute weitere Sitzplatztickets zu erhalten. "Stehplatzkarten wird es an der Tageskasse mehr als ausreichend geben", sagt er.

 Zusammenstehen für das große Saisonziel: Der FC Homburg will morgen Abend den Saarlandpokal gewinnen. Foto: Schlichter
Zusammenstehen für das große Saisonziel: Der FC Homburg will morgen Abend den Saarlandpokal gewinnen. Foto: Schlichter Foto: Schlichter

FCH-Fanbeauftragter Markus Schlegel erwartet "je nach Wetterlage 1500 bis 1800 Homburger" in Dillingen. Eine Fan-Initiative hat eigens für das Endspiel 500 T-Shirts mit dem Aufdruck "Faszination Grün-Weiß" herstellen lassen, die Teil einer geplanten Einlauf-Choreografie sein werden.