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Billard: St. Wendel rutscht auf einen Abstiegsplatz ab

Billard : St. Wendel rutscht auf Abstiegsplatz

Billard-Bundesligist kassiert bittere Auswärts-Pleiten in Bottrop und beim Schlusslicht.

Rückschlag zum Rückrundenstart: Die Billardspieler des BC St. Wendel sind in der 1. Bundesliga Dreiband nach zwei Auswärts-Niederlagen auf einen Abstiegsplatz abgerutscht.

Zunächst trat der Aufsteiger beim Bottroper BA an. In einer am Schluss von Nervosität geprägten Partie verlor Daniel Schwerdtfeger mit 35:40. Am Nachbartisch zog Lutz Schwab mit 32:40 den Kürzeren. Radovan Hajek musste wie im Hinspiel gegen Deutschlands erfolgreichsten aktiven Dreiband-Spieler, Christian Rudolph, antreten. Im Hinspiel noch ohne Chance wusste Hajek diesmal bis zum 38:34 zu gefallen. „Dann war die Unsicherheit wieder da“, berichtet ein BC-Sprecher. Letztendlich gelang dem Tschechen zwar im Nachstoß das Unentschieden, für St. Wendel war das aber zu wenig. Die Niederlage war besiegelt. Zumal auch Jérôme Barbeillon glück- und sieglos blieb. Er unterlag Ronny Brants mit 39:40. Statt des erhofften Punktgewinns stand am Ende eine bittere 1:7 Niederlage.

Einen Tag später sollte es wenigstens im Spiel bei Schlusslicht Elfenbein Höntrop besser laufen. Aber wenn es mal nicht läuft, dann geht so ziemlich alles schief. Daniel Schwerdtfeger hatte in einem spannenden Finale erneut kein Glück und verlor mit 34:40. Einen rabenschwarzen Tag hatte Lutz Schwab erwischt. Brillanten Punkten folgten einfache Fehler, die Niederlage fiel mit 22:40 ziemlich deutlich aus.

„Radovan Hajek, der trotz eines Todesfalls in der Familie sein Team nicht im Stich lassen wollte, siegte in einem beeindruckenden Finish mit Saisonbestleistung 40:28 und schürte damit St. Wendels Hoffnungen auf ein Unentschieden“, sagt ein Sprecher. Doch Jérôme Barbeillon musste sich dann Martin Spoormans, der vor 14 Tagen auch die Nummer eins der Weltrangliste, Dick Jaspers, besiegt hatte, knapp mit 37:40 geschlagen geben. St. Wendel rutschte durch das 2:6 auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Schlusslicht ist weiterhin Höntrop mit sieben Punkten. Davor liegen die punktgleichen Teams des BC St. Wendel (Platz neun) sowie des BC Frankfurt-Nied auf Platz acht, dem ersten Nichtabstiegsplatz. Auf Platz sieben hat sich der BC Elversberg verbessert.

Am 1. Februar kommt der Tabellendritte vom BCC Witten nach St. Wendel, am nächsten Tag kommt es dann zum wohl entscheidenden Spiel um den Klassenverbleib: St. Wendel erwartet den BC Nied.