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Billard-Bundesliga: St. Wendel unterliegt Titelfavorit München

Billard : St. Wendel überrascht in Stuttgart

Billard: Aufsteiger beendet Hinrunde der Bundesliga mit Punktgewinn beim Vizemeister.

Der Abschluss der Vorrunde in der 1. Bundesliga Dreiband führte die Aufsteiger vom Billard-Club St. Wendel zunächst zum Meisterschaftsfavoriten BC München. Und dort hielten die St. Wendeler lange Zeit sehr gut mit – vor allem Daniel Schwerdtfeger. Er gewann überraschend klar mit 40:27 gegen den ehemaligen deutschen Meister Christos Christodoulidis – und feierte somit den fünften Sieg im achten Spiel für St. Wendel.

Lutz Schwab kam nach klarem Rückstand immer besser ins Spiel, musste sich aber gegen Hansi Schirmbrand knapp mit 36:40 geschlagen geben. Dennoch gab es letztendlich für St. Wendel nichts zu holen. Denn Radovan Hajek hatte gegen den griechischen Topspieler Kostas Kokkoris keine Chance und unterlag klar. Jérôme Barbeillon fand nicht zu seiner Normalform und unterlag mit 25:40 gegen Lütfi Cenet (WM-Teilnehmer 2008 in St. Wendel). Damit war die 2:6-Niederlage des BC St. Wendel besiegelt.

Zum letzten Vorrunden-Spiel ging es dann zum nächsten Schwergewicht der Liga, Vize-Meister BC Stuttgart. Nach einer eng geführten Partie musste sich Schwerdtfeger knapp geschlagen geben. Einen ungefährdeten Sieg landete dagegen Schwab.

Trotz guter Leistung hatte Radovan Hajek keine Chance gegen den türkischen Topspieler Can Capak. Die Hoffnungen auf einen Punktgewinn ruhten damit wie so oft auf Jérôme Barbeillon. Er musste allerdings gegen Gökhan Salman ran, der Nummer zehn der aktuellen Bundesliga-Rangliste. Barbeillon tat sich sehr schwer. Nach 35:35 wurde der Druck auf Barbeillon immer größer. Doch nicht zum ersten Mal bewies der Franzose seine Nervenstärke. Als es notwendig wurde gelang ihm eine perfekt gespielte Serie von fünf. Die 40 Punkte waren gemacht, Salman hatte noch die Chance auf das Unentschieden und den damit verbundenen Sieg seines Teams. Drei Punkte gelangen ihm souverän, doch beim durchaus machbaren vierten Ball stoppte die Kugel kurz vor der Karambolage. Es blieb beim 40:38. Sieg für Barbeillon, Unentschieden für St. Wendel. Ein Punktgewinn, mit dem der Aufsteiger nicht unbedingt gerechnet hatte.

Nach Abschluss der Vorrunde wird die Tabelle vom BC München (22 Punkte) angeführt, vor Berlin (20), Magdeburg (17) und Stuttgart (15). Der BC St. Wendel liegt mit neun Punkten auf einem unerwarteten siebten Platz – vor dem siebenfachen deutschen Meister BC Elversberg und dem BC Frankfurt-Nied (jeweils 7). Schlusslicht ist Höntrop (4).

Am 18./19. Januar geht es für St. Wendel bereits weiter – erst beim Bottroper BA, danach beim BC Höntrop. Die nächsten Heimspiele folgen am 1./2. Februar, dann gegen den BCC Witten und, wohl in einem der wichtigsten Spiele der Saison gegen den BC Nied.